Von Rudolf Adlmanninger, Versicherungsmakler · Stand: September 2026
Diese Krankenversicherer in Österreich berücksichtigen wir bei Vergleich und Beratung:







Kurz gesagt: In Österreich sind fast alle Menschen gesetzlich krankenversichert – eine „private Krankenversicherung“ ist deshalb für die meisten eine Zusatzversicherung: Sonderklasse im Spital, Wahlarzt, Zahn oder Taggeld. Je nach Alter und Tarif kostet sie etwa 30 bis 350 Euro im Monat (Stand 08/2026). POINTNER finanz berät Sie als unabhängiger Versicherungsmakler zu Sonderklasse, Wahlarzt und Zahn – per Video am geteilten Bildschirm: Sie sehen den Vergleich der Tarife von UNIQA, Merkur, Wiener Städtische, Generali, Allianz, Donau, muki, ERGO und GRAWE live mit und erkennen sofort, wie Selbstbehalt und Bausteine auf die Prämie wirken. Und wir sagen ehrlich, was Sie brauchen und was nicht.
Für wen dieser Ratgeber gedacht ist: für Menschen, die in Österreich gesetzlich krankenversichert sind und Sonderklasse, Wahlarzt oder Zahn dazunehmen wollen – darauf sind auch unser Angebotsformular und der Tarifvergleich ausgelegt. Sie sind (noch) nicht sozialversichert? Dann brauchen Sie eine Krankenversicherung für Nichtsozialversicherte, und das ist ein anderes Produkt: Wenn Sie nach Österreich ziehen, lesen Sie den Abschnitt Krankenversicherung für den Aufenthaltstitel im Ratgeber „Neu in Österreich“; sind Sie schon hier, schicken Sie uns eine Kontaktanfrage – wir klären mit Ihnen, ob die ÖGK-Selbstversicherung oder eine private Lösung wie Care Austria passt. Sie studieren? Für Mitversicherung, studentische Selbstversicherung (78,84 Euro im Monat, 2026) und private Polizzen gibt es den eigenen Ratgeber Krankenversicherung für Studierende.
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vor Ort in Ried★ 5,0 bei Google · 24 Rezensionen · alle lesenIn der Versicherungsbranche seit 1994GISA 16750586Erstinformation (PDF)
Warum eine private Krankenversicherung? Das Wichtigste auf einen Blick
- Schneller zum Facharzt: Kassenarzt-Termine dauern immer länger – mit Wahlarzt-Deckung gehen Sie zum Wahlarzt, der Sie früher nimmt, und bekommen das Honorar im vereinbarten Umfang ersetzt.
- Freie Arzt- und Spitalswahl: In der Sonderklasse wählen Sie Spital und Ärzteteam – Ein- oder Zweibettzimmer, soweit verfügbar und im Tarif vereinbart.
- Für die Familie: Kinder günstig mitversichern, Entbindung in der Wunschklinik; Babys bei vielen Versicherern ab Geburt ohne Gesundheitsprüfung (Frist und Umfang tarifabhängig).
- Was es kostet: rund 30 bis 350 Euro im Monat je nach Alter und Bausteinen – wer früh einsteigt, startet mit einer günstigeren Prämie – anpassbar bleibt sie.
- Ehrlich gesagt: Sie kauft Komfort und schnellen Zugang, keine Existenzsicherung. Berufsunfähigkeit und Haftpflicht gehören zuerst gedeckt.
Mehr als jeder Dritte in Österreich hat sie bereits – 3,6 Millionen Menschen.
Kostenlos und ohne Umweg: Ihre Anfrage landet direkt bei Rudolf Adlmanninger, nicht bei einem Leadportal. Beratung 15 Minuten am Telefon oder 30 Minuten per Video am geteilten Bildschirm – Sie wählen.
So helfen wir Ihnen bei der Krankenversicherung
- Kurzes Erstgespräch (15 Min)Telefon oder Google Meet: Wir klären Bedarf und Budget. Kostenlos.
- Wir klären, was für Sie in Frage kommtWelche Gesellschaften passen zu Ihrer Situation, und was ist vor dem Antrag zu beachten? Bestehende Verträge sehen wir uns auf Wunsch gleich mit an.
- Vergleich am geteilten Bildschirm (30 Min)Sie sehen 2–3 konkrete Tarife mit Prämie; wir drehen live an Selbstbehalt, Zimmer und Bausteinen, und Sie sehen bei jeder Änderung sofort, was sie kostet. Wir sagen klar, welchen Tarif wir warum empfehlen.
- Abschluss – und wir bleibenAntrag, Polizze, jede spätere Änderung. Und im Leistungsfall kümmern wir uns: Schadenabwicklung ist unser Markenzeichen.
Zum Vertiefen: Alles über die private Krankenversicherung in Österreich
Inhalt dieser Seite
- Was ist eine private Krankenversicherung in Österreich?
- Welche Leistungen deckt die private Zusatzversicherung ab?
- Was kostet eine private Krankenversicherung in Österreich?
- Ist eine private Krankenversicherung in Österreich sinnvoll?
- Welche Vorteile und Nachteile hat die private Krankenversicherung?
- Selbstständig (SVS)? Ihre größte Lücke ist der Verdienstentgang
- Aus Deutschland nach Österreich gezogen – was wird aus meiner PKV?
- Diese Versicherer bieten private Krankenversicherungen in Österreich an
- Häufige Fragen
- Welcher Tarif passt zu Ihnen? Finden wir es gemeinsam heraus.
- Passende Artikel aus dem Ratgeber
Was ist eine private Krankenversicherung in Österreich?
Anders als in Deutschland ist die private Krankenvollversicherung in Österreich die Ausnahme: Die gesetzliche Krankenversicherung (ÖGK, SVS oder BVAEB) ist Pflichtversicherung für fast alle – Beschäftigte, Selbstständige, Pensionisten und ihre Angehörigen. Private Vollversicherungen gibt es nur für Menschen ohne gesetzliche Absicherung (etwa Zuzügler vor dem ersten Job, siehe oben) und für einzelne Berufsgruppen mit Opt-out-Möglichkeit. Was hierzulande „private Krankenversicherung“ heißt, ist genau genommen eine private Krankenzusatzversicherung – sie ergänzt die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung, ersetzt sie aber nicht.
Der Unterschied zeigt sich im Krankheitsfall: Die Pflichtversicherung sichert die medizinische Grundversorgung. Die private Zusatzversicherung kauft Ihnen Wahlfreiheit und Komfort dazu – freie Arztwahl und freie Spitalswahl, den Spezialisten Ihres Vertrauens, kürzere Wartezeiten und mehr Komfort im Krankenhausaufenthalt.
Welche Leistungen deckt die private Zusatzversicherung ab?
Die vier Bausteine – einzeln oder kombiniert abschließbar:
Sonderklasse-Versicherung (Krankenhauszusatzversicherung)
Die Sonderklasse-Versicherung ist der wichtigste und meistgewählte Baustein: freie Spitalswahl, Behandlung durch das Ärzteteam Ihrer Wahl (z. B. den Operateur statt „wer gerade Dienst hat“), Ein- oder Zweibettzimmer und flexible Besuchszeiten – jeweils nach Verfügbarkeit und im Rahmen der Tarifbedingungen (Limits, Selbstbehalt).
Wahlarztversicherung (ambulanter Baustein)
Die Wahlarztversicherung übernimmt Privatarzt- und Wahlarzthonorare, die die gesetzliche Kasse nur teilweise erstattet – gerade bei knappen Kassenarzt-Terminen der schnellste Weg zum Facharzt. Je nach Tarif inklusive Heilbehelfe wie Brille, Physiotherapie oder Alternativmedizin.
Zur Einordnung: Die ÖGK erstattet bei Wahlärzten grundsätzlich 80 Prozent des Betrags, den sie einem Vertragsarzt für dieselbe Leistung gezahlt hätte – nicht 80 Prozent Ihrer Rechnung. Beispiel mit angenommenen Zahlen: Rechnung 200 Euro, Kassentarif 60 Euro, ÖGK-Ersatz also 48 Euro; die Wahlarztversicherung übernimmt vom Rest den im Tarif vereinbarten Anteil bis zum Jahreslimit, ein Eigenanteil kann bleiben.
Quelle: ÖGK: Wahlärztinnen und Wahlärzte – Kostenerstattung (abgerufen September 2026)
Zahn-Zusatzversicherung
Die Zahn-Zusatzversicherung deckt Zahnersatz, Kieferorthopädie und Mundhygiene – als Baustein zur Krankenzusatzversicherung. Gut zu wissen: Daneben gibt es die eigenständige Zahnversicherung, die sich ohne Hauptversicherung abschließen lässt (in Österreich bei ERGO und seit Kurzem auch bei der Allianz). Details auf unserer Zahnversicherungs-Seite.
Krankenhaus-Taggeld (Spitalgeld)
Das Krankenhaus-Taggeld zahlt einen Fixbetrag pro Tag im stationären Spitalsaufenthalt. Ehrliche Einschätzung aus der Maklerpraxis: Für Privatkunden empfehlen wir diesen Baustein selten – das Budget ist in Sonderklasse oder Wahlarzt fast immer besser investiert. Und für Selbstständige gibt es gegen den Verdienstausfall deutlich wirksamere Instrumente (siehe unten).
Dazu je nach Versicherer: Entbindung und Familientarife (Babys können bei vielen Versicherern ab Geburt ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden, wenn ein Elternteil versichert ist), Vorsorge-Boni und weltweiter Versicherungsschutz.
Sie sind schwanger oder planen eine Familie? Ein Neuabschluss deckt eine bereits laufende Schwangerschaft und die bevorstehende Entbindung in der Regel nicht. Was bei einer privaten Zusatzversicherung rund um die Geburt trotzdem noch möglich ist – auch bei bereits bestehender Schwangerschaft – lesen Sie in unserem Ratgeber Zusatzversicherung in der Schwangerschaft.
Was kostet eine private Krankenversicherung in Österreich?
Die Prämie hängt vom Beitrittsalter, dem Gesundheitszustand beim Abschluss, dem gewählten Leistungsumfang und dem Selbstbehalt ab. Richtwerte (Stand 08/2026):
| Baustein | 30 Jahre | 45 Jahre |
|---|---|---|
| Wahlarzt/ambulant | ab ca. 30–60 € | ca. 50–110 € |
| Sonderklasse mit Selbstbehalt | ca. 70–150 € | ca. 120–250 € |
| Sonderklasse ohne Selbstbehalt + Privatarzt | ca. 150–250 € | ca. 250–350 € |
Für eine 30-jährige Person kostet die private Krankenversicherung in Österreich damit je nach gewählten Bausteinen rund 30 bis 250 Euro im Monat, mit 45 Jahren typischerweise 50 bis 350 Euro (Stand: 08/2026; Richtwerte aus unserer laufenden Vermittlungspraxis als Versicherungsmakler). Annahmen dahinter: gesunde Person ohne Zuschläge, Wohnsitz Oberösterreich, ÖGK-versichert, Tarife der neun unten genannten Gesellschaften; „mit Selbstbehalt“ meint den üblichen Jahresselbstbehalt des jeweiligen Tarifs, der Wahlarzt-Baustein ein Jahreslimit. Bundesland und gesetzlicher Träger (SVS-Optionstarife, siehe unten) verändern die Prämie. Die 350 Euro sind keine Obergrenze – ab 55 und bei Höchstleistungstarifen liegt die Prämie darüber.
Vier Hebel entscheiden über Ihre Prämie:
- Früher Einstieg lohnt sich: Das Beitrittsalter bestimmt die Ausgangsprämie – wer mit 30 einsteigt, zahlt auch mit 60 deutlich weniger als ein 60-jähriger Neukunde. Eingefroren ist die Prämie damit nicht: Der Versicherer darf sie nach § 178f VersVG bei geänderter Kostenentwicklung anpassen; Ihr Älterwerden oder eine Verschlechterung Ihrer Gesundheit sind dagegen kein Grund für eine Verteuerung. Planen Sie die langfristige Leistbarkeit ein.
- Selbstbehalt senkt die Prämie spürbar (nach unserer Erfahrung typisch 25–50 % Ersparnis gegenüber Tarifen ohne Selbstbehalt).
- Vorerkrankungen führen zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder einer Ablehnung – und die Versicherer bewerten dieselbe Ausgangslage unterschiedlich. Deshalb besprechen wir Ihre Gesundheitsangaben vor dem Antrag: Welche Gesellschaft für Ihre Situation in Frage kommt, entscheidet sich davor – nicht danach.
- Optionstarife sichern jungen Einsteigern das günstige Eintrittsalter: kleine Prämie heute, später Wechsel in den vollen Sonderklasse- oder Wahlarztschutz ohne neue Gesundheitsprüfung. Ausbaufristen und Bedingungen sind tarifabhängig, und die spätere Prämie richtet sich nach dem Tarif zum Zeitpunkt des Wechsels – das heutige Preisniveau ist nicht garantiert.
Was würde das bei Ihnen kosten? Kurz Alter und Wunsch-Bausteine angeben – Sie erhalten unverbindlich konkrete Prämien aus dem Vergleich unserer neun Versicherer.
Ist eine private Krankenversicherung in Österreich sinnvoll?
Fast 3,6 Millionen Menschen in Österreich – mehr als jeder Dritte – haben bereits eine private Zusatzversicherung; allein 2024 kamen netto rund 69.000 Versicherte dazu (Quelle: VVO-Jahresbericht 2024, Datenteil).
Trotzdem, ehrliche Antwort vom Makler: nicht für jeden. Sinnvoll ist sie vor allem, wenn Ihnen mindestens einer dieser Punkte wichtig ist:
- Schneller Zugang zu Spezialisten: Die Wartezeiten auf Kassenarzt-Termine und planbare Operationen werden spürbar länger; mit Wahlarzt- und Sonderklasse-Deckung verkürzen Sie sie deutlich.
- Freie Arzt- und Spitalswahl statt Zuweisung – gerade bei ernsten Diagnosen für viele der entscheidende Punkt; medizinisch versorgt werden Sie in der allgemeinen Klasse genauso.
- Absicherung der Familie: Kinder günstig mitversichern, Entbindung in der Wunschklinik.
- Selbstständige: Taggeld und schnelle Behandlung bedeuten kürzeren Ausfall.
Verzichtbar ist sie, wenn das Budget knapp ist und existenzielle Risiken (Berufsunfähigkeit, Haftpflicht, Ableben mit Kredit) noch ungedeckt sind – zuerst die Existenz absichern, dann der Komfort. Genau diese Reihenfolge prüfen wir in der Beratung.
Welche Vorteile und Nachteile hat die private Krankenversicherung?
Die wichtigsten Nachteile: Die Prämie läuft, solange der Vertrag besteht, kann angepasst werden und wird bei spätem Einstieg deutlich teurer – kündbar ist der Vertrag, aber ein späterer Neuabschluss bedeutet neue Gesundheitsprüfung und höheres Eintrittsalter, deshalb vor einer Kündigung erst Leistungsanpassung, Selbstbehalt oder Tarifwechsel prüfen. Der Abschluss setzt eine Gesundheitsprüfung voraus (bei Vorerkrankungen drohen Zuschläge, Ausschlüsse oder eine Ablehnung), zu Beginn gelten Wartezeiten – und die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung laufen unverändert weiter, denn die Zusatzversicherung ersetzt die Pflichtversicherung nicht. Dem stehen als Vorteile kürzere Wartezeiten, freie Arzt- und Spitalswahl und deutlich mehr Komfort im Ernstfall gegenüber.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Kürzere Wartezeiten auf Facharzt-Termine und planbare Operationen | Prämie läuft, solange der Vertrag besteht, kann angepasst werden und steigt mit dem Eintrittsalter |
| Freie Arzt- und Spitalswahl – bis zum Operateur Ihres Vertrauens | Gesundheitsprüfung: Zuschläge, Ausschlüsse oder Ablehnung bei Vorerkrankungen |
| Ein- oder Zweibettzimmer und flexible Besuchszeiten in der Sonderklasse | Wartezeiten zu Beginn (je nach Tarif z. B. 3 Monate allgemein, bei Entbindung oft 9) |
| Familie: Kinder günstig mitversichern, Entbindung in der Wunschklinik | Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung laufen trotzdem weiter |
| Früher Einstieg sichert eine günstige Ausgangsprämie (Optionstarife für junge Einsteiger) | Komfort-, kein Existenzschutz – ersetzt keine Berufsunfähigkeits- oder Haftpflichtdeckung |
Ehrlich eingeordnet: Einige dieser Nachteile lassen sich gut steuern – mit dem richtigen Einstiegszeitpunkt, Optionstarifen für junge Einsteiger und einem Beratungsgespräch vor dem Antrag, wenn Vorerkrankungen im Spiel sind. Was bleibt, ist eine bewusste Budget-Entscheidung: Die private Krankenversicherung kauft Komfort und schnellen Zugang, sie sichert keine Existenz – deshalb prüfen wir in der Beratung zuerst, ob die existenziellen Risiken gedeckt sind.
Selbstständig (SVS)? Ihre größte Lücke ist der Verdienstentgang
Angestellte bekommen im Krankenstand wochenlang ihr Gehalt weiter – bei Selbstständigen bricht der Verdienst ab dem ersten Tag ganz oder teilweise weg, je nachdem, ob Mitarbeiter, laufende Verträge oder Aufträge den Betrieb weitertragen. Die gesetzliche SVS-Unterstützungsleistung gibt es nur, wenn die Arbeitsunfähigkeit länger als 42 Tage dauert – dann allerdings rückwirkend ab dem 4. Tag, 40,04 Euro pro Tag (2026), für höchstens 20 Wochen: Drei Wochen Grippe oder ein zu Hause auskurierter Bandscheibenvorfall bringen daraus keinen Cent.
Quellen: SVS: Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit und SVS: Zusatzversicherung in der Krankenversicherung (Krankengeld ab dem 4. Tag) (abgerufen September 2026)
- Betriebsunterbrechungsversicherung (BUFT) – aus unserer Beratungspraxis meist die erste Wahl: Fällt der Betrieb still, weil Sie krank sind oder einen Unfall hatten, ersetzt sie die weiterlaufenden Fixkosten (Miete, Personal, Leasing) und den entgangenen Gewinn – je nach Vertrag bis zu 12 Monate. Die Prämie ist als Betriebsausgabe absetzbar.
- Freiwillige SVS-Zusatzversicherung – die gesetzliche Basis: Gegen einen Zusatzbeitrag zahlt die SVS Krankengeld ab dem 4. Krankheitstag; nach dem Beitritt gilt grundsätzlich eine Wartezeit von sechs Monaten, und das Krankengeld ist steuerpflichtig. Für kleine Betriebe oft die günstigste Grundlage – wir rechnen sie im Vergleich mit.
- Krankentaggeld-Versicherung – die schlanke Alternative oder Ergänzung: fixer Tagsatz ab dem vereinbarten Tag (z. B. Tag 4 oder 8); wie er steuerlich behandelt wird, hängt von Produkt und Zweck ab. Passt vor allem für Dienstleister ohne großen Fixkostenapparat. Was sich in Ihrer Situation besser rechnet, zeigt der Vergleich in der Beratung.
- SVS-Optionstarife clever nutzen: Wer bei der SVS die Sonderklasse- bzw. Geldleistungs-Option wählt, bekommt bei privaten Sonderklasse- und Wahlarzt-Tarifen teils deutliche Prämiennachlässe. Diese Kombination rechnen wir in der Beratung immer mit.
Aus Deutschland nach Österreich gezogen – was wird aus meiner PKV?
Rund 20.000 Deutsche ziehen jedes Jahr nach Österreich – und stellen alle dieselbe Frage: „Ich war in Deutschland privat versichert, was passiert jetzt?“ Die Antwort in Kurzform:
- Mit Job in Österreich sind Sie automatisch pflichtversichert (ÖGK bzw. SVS als Selbstständiger). Ihre deutsche PKV endet dadurch nicht automatisch: Nach den Musterbedingungen des PKV-Verbands läuft der Vertrag bei einem Umzug innerhalb der EU grundsätzlich weiter (§ 1 Abs. 5 MB/KK 2009). Doppelt voll versichert zu bleiben lohnt sich aber selten – die Frage ist, ob Fortführung, Anpassung, Anwartschaft oder Kündigung zu Ihrer Situation passt.
- Deutsche PKV kündigen oder in Anwartschaft umwandeln: Wer eine Rückkehr nach Deutschland nicht ausschließt, sichert sich mit einer Anwartschaft den Wiedereinstieg ohne neue Gesundheitsprüfung. Ob das Sonderkündigungsrecht bei Eintritt einer Versicherungspflicht (§ 205 Abs. 2 VVG) auch bei einer österreichischen Pflichtversicherung greift und welche Nachweisfrist gilt, klären Sie mit dem Versicherer – und kündigen Sie nie, bevor die Anschlussdeckung schriftlich bestätigt ist. Das klären wir mit Blick auf Ihre Lebensplanung.
- Den gewohnten Privatpatienten-Status holen Sie sich in Österreich mit einer Krankenzusatzversicherung zurück: Sonderklasse plus Wahlarzt entspricht ungefähr dem Komfort, den Sie aus der deutschen PKV kennen – zu meist deutlich niedrigeren Prämien.
- Achtung Übergangslücken: Zwischen der Abmeldung in Deutschland und der ersten Anstellung in Österreich kann eine Lücke ohne Krankenversicherungsschutz entstehen. Überbrücken lässt sie sich mit der ÖGK-Selbstversicherung nach § 16 ASVG – 2026 565,25 Euro im Monat, Leistungen allerdings erst nach sechs Monaten Wartezeit, sofern Sie nicht unmittelbar davor sechs Wochen durchgehend oder in den letzten zwölf Monaten 26 Wochen gesetzlich versichert waren – oder mit einer privaten Krankenversicherung für Nichtsozialversicherte, wie sie die Aufenthaltsbehörden anerkennen; beide Wege samt Kosten stehen im Abschnitt Krankenversicherung für den Aufenthaltstitel. Und: Je früher der Abschluss der Zusatzversicherung nach dem Umzug, desto besser Alter und Annahme.
Quellen: ÖGK: Selbstversicherung in der Krankenversicherung, PKV-Verband: Musterbedingungen MB/KK 2009, § 1 Abs. 5 und gesetze-im-internet.de: § 205 VVG (abgerufen September 2026)
Sie ziehen gerade um? Unsere 90-Tage-Checkliste „Neu in Österreich“ führt durch die Versicherungs- und Anmelde-Schritte der ersten Wochen – von e-card und Krankenversicherung bis zur Auto-Ummeldung. Und wer im Ruhestand nach Österreich zieht, findet die Krankenversicherungs-Regeln für diesen Fall im Ratgeber Als Rentner nach Österreich ziehen.
Begriffe zum Nachschlagen: Sonderklasse · Wahlarzt · Wartezeit · Selbstbehalt · Heilkosten – kompakt erklärt im Versicherungs-Lexikon.
Neu in Österreich? Wir betreuen Kundinnen und Kunden österreichweit zu 100 % online – viele davon Zugezogene aus Deutschland, die uns über unsere Google-Rezensionen finden. Erstgespräch, Vertragsanalyse, Abschluss: alles per Video-Call und App.
Diese Versicherer bieten private Krankenversicherungen in Österreich an
Der Markt ist überschaubar und hochkonzentriert: Die drei größten Anbieter vereinen rund 80 % des Prämienvolumens. Die zehn größten Krankenversicherer im Überblick (Marktanteile 2024, Quelle: VVO-Jahresbericht 2024, Datenteil; die Tabelle ist eine Auswahl, kein vollständiges Register aller zugelassenen Anbieter):
| Versicherer | Marktanteil 2024 | Besonderheit |
|---|---|---|
| UNIQA | 43,5 % | Marktführer, mit eigener Privatklinik-Gruppe (PremiQaMed) |
| Merkur | 18,9 % | Nr. 2 – hat 2022 die Nürnberger Versicherung Österreich übernommen |
| Wiener Städtische | 17,4 % | stark im regionalen Vertrieb |
| Generali | 13,2 % | flexible Paket-Tarife |
| Allianz | 5,0 % | Options- und Kombitarife |
| Donau | 1,0 % | Zweitmarke der Vienna Insurance Group |
| muki | 0,5 % | Familien-Spezialist aus Bad Ischl |
| ERGO | 0,3 % | eigenständige Zahnversicherung – ohne gekoppelte Hauptversicherung abschließbar (wie inzwischen auch die Allianz) |
| Wüstenrot | 0,2 % | – |
| GRAWE | 0,1 % | Regional stark, bietet keine eigene Zahnversicherung |
Diese Versicherer berücksichtigen wir in unserem Vergleich: Allianz, Donau, ERGO, Generali, GRAWE, Merkur, muki, UNIQA und Wiener Städtische (siehe Logo-Band oben). Die eigenständigen Zahnversicherungen von ERGO und Allianz ergänzen den Vergleich überall dort, wo ein Versicherer keine Zahnversicherung anbietet – etwa bei der GRAWE. (Die Wüstenrot ist mit 0,2 % Marktanteil ein Nischenanbieter und nicht Teil unseres Vergleichs.)
Jeder Versicherer hat andere Stärken – die einen sind bei der Annahme von Vorerkrankungen kulanter, andere beim Wahlarzt-Tarif oder bei Familien stark. Als unabhängiger Versicherungsmakler vergleichen wir Tarife und Annahmerichtlinien über alle diese Gesellschaften – Sie bekommen den Vertrag, der zu Gesundheitszustand, Budget und Lebenssituation passt, nicht das Produkt einer einzelnen Gesellschaft.
Häufige Fragen
Wie viel kostet eine private Krankenversicherung in Österreich im Monat?
Je nach Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang zwischen rund 30 € (reiner Wahlarzt-Tarif, jung) und 350 € (Sonderklasse ohne Selbstbehalt plus Privatarzt, 45+). Eine 30-jährige Person zahlt für Sonderklasse mit Selbstbehalt typischerweise 70–150 € monatlich (Stand 08/2026).
Gibt es Wartezeiten?
Ja. Je nach Tarif zum Beispiel 3 Monate allgemeine Wartezeit ab Vertragsbeginn, für Entbindung oft 9 Monate – die genauen Fristen stehen in den Bedingungen. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit in der Regel.
Was passiert bei Vorerkrankungen?
Der Gesundheitszustand bei Antragstellung entscheidet über Annahme, Zuschläge oder Ausschlüsse. Die Versicherer bewerten dieselbe Ausgangslage aber unterschiedlich – deshalb besprechen wir Ihre Angaben vor dem Antrag und stellen ihn dort, wo die Chancen am besten stehen.
Was ist der Unterschied zwischen Sonderklasse und Wahlarzt?
Die Sonderklasse wirkt stationär (Spital: freie Klinik- und Arztwahl, Ein-/Zweibettzimmer), die Wahlarztversicherung ambulant (Honorare von Wahl- und Privatärzten). Beides ist kombinierbar.
Ist die private Krankenversicherung trotz privater Unfallversicherung sinnvoll?
Ja, das sind verschiedene Dinge: Die Unfallversicherung zahlt bei dauerhaften Unfallfolgen (Invalidität), die Krankenzusatzversicherung bei den im Tarif versicherten Krankheiten und Behandlungen – nach Bedingungen, Limits und Wartezeiten. Ein Herzinfarkt ist kein Unfall.
Kann ich die Versicherung ruhend stellen?
Viele Tarife lassen sich bei längerem Auslandsaufenthalt ruhend stellen oder reduzieren – die Details stehen in den Bedingungen, wir prüfen das vor Abschluss.
Ich bin aus Deutschland zugezogen – kann ich meine deutsche PKV behalten?
Rechtlich ja: Der Vertrag endet mit der österreichischen Pflichtversicherung nicht automatisch und läuft nach den Musterbedingungen bei einem EU-Umzug grundsätzlich weiter. Wirtschaftlich lohnt sich die volle Doppelversicherung aber selten. Sinnvoll ist oft eine Anwartschaft für die Rückkehr-Option plus eine österreichische Zusatzversicherung für den gewohnten Komfort. Genau dafür gibt es unser kostenloses Erstgespräch. Alle weiteren Schritte nach dem Umzug bündelt unsere Checkliste „Neu in Österreich“.
Bis zu welchem Alter kann ich abschließen?
Das hängt vom Produkt ab: Viele Tarife haben ein Höchsteintrittsalter, und über die Annahme entscheidet der Versicherer – je später der Einstieg, desto höher die Prämie und desto strenger die Gesundheitsprüfung; auch eine Ablehnung ist möglich. Beantworten Sie die Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß (auch angeratene, noch nicht begonnene Behandlungen), und kündigen Sie eine bestehende Polizze erst, wenn die Annahme schriftlich vorliegt – unsere Einschätzung der Annahmechancen ist noch keine Deckungszusage.
Kann ich die private Krankenversicherung von der Steuer absetzen?
Für Angestellte und Pensionisten: nein. Die Absetzbarkeit als Sonderausgabe wurde mit dem Veranlagungsjahr 2021 gestrichen, auch die Übergangsregel für Altverträge ist ausgelaufen. Selbst getragene Krankheitskosten (Selbstbehalte, Zahnbehandlungen) können unter Umständen als außergewöhnliche Belastung zählen – mit einkommensabhängigem Selbstbehalt von 6–12 %. Selbstständige: SVS-Pflichtbeiträge und die freiwillige gesetzliche SVS-Zusatzversicherung sind Betriebsausgaben; die Prämie der privaten Zusatzversicherung ist aber auch hier nicht absetzbar.
Was gilt für Selbstständige (SVS)?
Erstens: Ohne Vorsorge fehlt ab dem ersten Krankheitstag jeder Verdienst – die gesetzliche SVS-Unterstützungsleistung gibt es erst bei mehr als 42 Tagen Arbeitsunfähigkeit (dann rückwirkend ab dem 4. Tag, 40,04 Euro pro Tag 2026, höchstens 20 Wochen); die freiwillige SVS-Zusatzversicherung zahlt Krankengeld ab dem 4. Tag, nach sechs Monaten Wartezeit. Diese Lücke schließt in den meisten Fällen am besten eine Betriebsunterbrechungsversicherung (ersetzt Fixkosten und entgangenen Gewinn, Prämie als Betriebsausgabe absetzbar); ein privates Krankentaggeld ist die schlanke Alternative für Betriebe ohne große Fixkosten. Zweitens: Mit den SVS-Optionstarifen (Sonderklasse- bzw. Geldleistungs-Option) sinken die Prämien privater Zusatztarife oft deutlich – das rechnen wir in der Beratung mit.
Für wen lohnt sich eine private Krankenversicherung in Österreich?
Für alle, denen schneller Zugang zu Spezialisten, freie Arzt- und Spitalswahl oder die Absicherung der Familie wichtig ist – und für Selbstständige, bei denen jeder Krankheitstag Einkommen kostet. Weniger sinnvoll ist sie, solange existenzielle Risiken wie Berufsunfähigkeit oder Haftpflicht noch ungedeckt sind. Diese Reihenfolge prüfen wir in der Beratung zuerst.
Welche private Krankenversicherung ist die beste in Österreich?
Es gibt keinen Testsieger für alle. UNIQA, Merkur und Wiener Städtische halten zusammen rund 80 % des Marktes, aber die beste Lösung hängt von Gesundheitszustand, Budget und gewünschten Bausteinen ab – manche Versicherer nehmen Vorerkrankungen kulanter an, andere sind beim Wahlarzt-Tarif oder für Familien stärker. Wir vergleichen Tarife und Annahmerichtlinien von neun Versicherern und zeigen Ihnen die zwei bis drei, die zu Ihrem Fall passen.
Welcher Tarif passt zu Ihnen? Finden wir es gemeinsam heraus.
Ehrlich beraten heißt bei uns:
- Krankenhaus-Taggeld empfehlen wir Privatkunden selten – das Budget ist in Sonderklasse oder Wahlarzt besser investiert.
- Vorsorgebausteine sind kein Grund, einen Versicherer zu wählen – erst die Kernleistung, dann das Extra.
- Wenn eine Versicherung für Sie keinen Sinn macht, sagen wir Ihnen das auch.
„Kein Verkaufsdruck, kein Fachchinesisch – stattdessen eine ehrliche, transparente und vor allem kompetente Beratung.“
„Dank meines Versicherungsmaklers hat die Versicherung letztendlich gezahlt – etwas, das sie ohne seine Unterstützung sicherlich nicht getan hätte.“
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- VVO: Jahresbericht 2024, Datenteil (Marktanteile Krankenversicherung)
- ÖGK: Wahlärztinnen und Wahlärzte – Kostenerstattung
- SVS: Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit
- SVS: Zusatzversicherung in der Krankenversicherung
- PKV-Verband: Musterbedingungen MB/KK 2009
- RIS: § 178f VersVG (Prämienanpassung)
- Versicherungsverband Österreich (VVO)
- Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK)
- ÖGK: Selbstversicherung in der Krankenversicherung
Fachlicher Stand: September 2026. Links und Zahlen werden regelmäßig geprüft und bei Bedarf aktualisiert.