Veröffentlicht: 14. Oktober 2026 · Quelle: VersicherungsJournal.at – redaktionell bearbeitet von POINTNER finanz
(kunid) Häuser und Wohnungen waren im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich um 3,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Auch Mieter zahlen mehr: Im zweiten Quartal lag die Durchschnittsmiete inklusive Betriebskosten bei 10,5 Euro pro Quadratmeter.
Der österreichische Häuserpreisindex erreichte im zweiten Quartal 2026 den höchsten Stand seit Beginn der Reihe im Jahr 2010 und übertraf damit erstmals den bisherigen Höchstwert aus dem dritten Quartal 2022. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 verteuerte sich Wohneigentum im ersten Halbjahr 2026 im Durchschnitt um 3,9 Prozent.
„In der ersten Jahreshälfte 2026 sind die Preise für Wohneigentum in Österreich auf ein Allzeithoch gestiegen“, erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Nach einer längeren Phase moderater Preisentwicklung habe sich der Anstieg wieder beschleunigt.
Bestehende Immobilien verteuern sich stärker
Auffällig ist, dass bestehende Häuser und Wohnungen zuletzt etwas stärker im Preis zulegten als Neubauten. Im ersten Halbjahr 2026 waren bestehende Immobilien um 4,0 Prozent teurer als im Vorjahreszeitraum, neuer Wohnraum verteuerte sich um 3,8 Prozent. Allein im zweiten Quartal lagen die Preise insgesamt bereits um 5,1 Prozent über dem Vorjahresquartal.
Auch die mit selbst genutztem Wohneigentum verbundenen Kosten steigen. Der entsprechende Preisindex, der neben dem Kauf unter anderem Gebühren, Versicherungen sowie Reparatur- und Renovierungskosten berücksichtigt, legte im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent zu.
Zu diesen Kosten zählt die Eigenheimversicherung, die das Gebäude schützt. Entscheidend ist dort die richtige Versicherungssumme: Ist sie zu niedrig angesetzt, droht im Schadenfall Unterversicherung.
Mieten bleiben auf hohem Niveau
Nicht nur Käufer müssen höhere Wohnkosten einplanen. Im zweiten Quartal 2026 betrug die durchschnittliche Miete inklusive Betriebskosten in Österreich 694,70 Euro pro Wohnung beziehungsweise 10,5 Euro pro Quadratmeter. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Anstieg von 3,3 Prozent.
Die Nettomiete ohne Betriebskosten lag bei durchschnittlich 7,9 Euro pro Quadratmeter und blieb gegenüber dem ersten Quartal unverändert. Die Betriebskosten stiegen hingegen um 1,4 Prozent und erreichten durchschnittlich 2,7 Euro pro Quadratmeter.

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