Wandern in der Jagdzeit

Veröffentlicht: 7. Oktober 2026 · Quelle: VersicherungsJournal.at – redaktionell bearbeitet von POINTNER finanz

(kunid) Markierte Wege nutzen, Sperren beachten und den Wald spätestens bei Einbruch der Dämmerung verlassen: Gerade während der Jagdzeit ist rücksichtsvolles Verhalten besonders wichtig. Auch Hunde sollten im Wald an der Leine geführt werden.

Österreichs Wälder dürfen grundsätzlich zu Erholungszwecken betreten werden. Gleichzeitig gibt es Bereiche, in denen aus jagdlichen Gründen zeitlich begrenzte Sperren oder Wegegebote gelten können. Solche Hinweise sollten unbedingt beachtet werden. Der Österreichische Alpenverein erklärt, dass in jagdlichen Sperrgebieten häufig weiterhin bestehende Wege benutzt werden dürfen – dann gilt allerdings: den Weg nicht verlassen.

Auf den Wegen bleiben

Die Österreichischen Bundesforste empfehlen Waldbesuchern generell, gekennzeichnete Wege zu nutzen und den Wald spätestens bei Einbruch der Dämmerung zu verlassen. Gerade morgens und abends sind viele Wildtiere besonders aktiv und benötigen möglichst ungestörte Rückzugsräume.

Wer unterwegs auf eine Sperrtafel oder einen Hinweis auf eine Jagd trifft, sollte die angegebenen Einschränkungen respektieren und im Zweifelsfall eine andere Route wählen. Vor Wanderungen kann es sinnvoll sein, sich bei Tourismusverbänden, Hütten oder Grundeigentümern nach aktuellen Sperren zu erkundigen.

Hunde an die Leine

Besondere Rücksicht ist bei Wanderungen mit Hund gefragt. Die Bundesforste empfehlen, Hunde im Wald grundsätzlich an der Leine zu führen. Auch gut erzogene Tiere können Wild wittern, einer Fährte folgen und dadurch Tiere aufscheuchen oder hetzen.

Reißt sich der Hund doch einmal los, haftet der Halter für den Schaden, den das Tier anrichtet. Dafür gibt es die Hundehaftpflicht-Versicherung, die in mehreren Bundesländern ohnehin vorgeschrieben ist.

Unnötiger Lärm sollte ebenfalls vermieden werden. Rücksicht auf Tiere, Pflanzen und andere Waldnutzer gehört nach Ansicht der Bundesforste zu den Grundregeln für ein konfliktfreies Miteinander im Wald.

Dämmerung möglichst meiden

Vor allem längere Herbstwanderungen sollten so geplant werden, dass der Rückweg noch bei Tageslicht möglich ist. Neben der Jagdzeit spricht dafür auch die früher einsetzende Dunkelheit. Wer früh startet, ausreichend Zeitreserven einplant und örtliche Hinweise berücksichtigt, kann den Wald auch während der Jagdsaison sicher und entspannt nutzen.

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