Veröffentlicht: 5. Oktober 2026 · Quelle: VersicherungsJournal.at – redaktionell bearbeitet von POINTNER finanz
(kunid) Heizung etwas zurückdrehen, richtig lüften, Warmwasser sparsamer nutzen und Geräte vollständig ausschalten: Viele Energiesparmaßnahmen kosten nichts oder nur wenig. Gerade vor dem Winter lohnt es sich, die größten Verbrauchsbereiche im Haushalt genauer anzusehen.
Fast die Hälfte des Energieverbrauchs österreichischer Haushalte entfällt auf die Raumwärme. Nach aktuellen Daten von Statistik Austria sind es durchschnittlich 49,6 Prozent. Weitere 9,5 Prozent werden für Warmwasser benötigt. Beleuchtung spielt mit 1,3 Prozent hingegen nur eine vergleichsweise kleine Rolle. Eine Abschätzung der Österreichischen Energieagentur zeigt, dass sich bei vier untersuchten Musterhaushalten mit einfachen Maßnahmen ohne größere Investitionen bis zu 20 Prozent Energie einsparen lassen.
Ein Grad weniger macht einen Unterschied
Besonders wirksam ist eine niedrigere Raumtemperatur. Klimaaktiv rechnet mit rund sechs Prozent weniger Heizkosten je Grad. Wer beispielsweise statt auf 22 nur auf 20 Grad heizt, kann die Heizkosten demnach um etwa zwölf Prozent reduzieren. Selten genutzte Räume dürfen etwas kühler bleiben.
Heizkörper sollten außerdem nicht durch Möbel oder lange Vorhänge verdeckt werden. Auch das Entlüften kann helfen, wenn Heizkörper gluckern und die Wärme nicht mehr gleichmäßig abgeben.
Stoßlüften statt gekippter Fenster
Im Winter empfiehlt sich mehrmals täglich kurzes Stoßlüften mit weit geöffneten Fenstern. Je nach Außentemperatur reichen häufig vier bis sieben Minuten. Währenddessen sollten die Heizkörper heruntergedreht werden. Dauerhaft gekippte Fenster verursachen hingegen unnötige Wärmeverluste.
Auch nachts lässt sich Wärme im Raum halten: Geschlossene Rollläden, Jalousien oder Vorhänge verringern die Wärmeverluste über die Fenster.
Auch bei Strom und Warmwasser sparen
Wasch- und Geschirrspüler sollten möglichst voll beladen und, wenn vorhanden, im Eco-Programm betrieben werden. Für normal verschmutzte Wäsche reichen meist 30 Grad. Elektrogeräte sollten nach Gebrauch vollständig ausgeschaltet werden, statt dauerhaft im Stand-by-Modus zu bleiben. Auch kürzeres Duschen reduziert den Energiebedarf für Warmwasser.
Die größten Einsparungen entstehen also nicht unbedingt durch einzelne spektakuläre Maßnahmen. Viele kleine Gewohnheiten können sich über die gesamte Heizperiode deutlich bemerkbar machen.

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