09.06.2021

Heimische Landwirte mussten im Frühling Millionenschäden verkraften

(kunid) Frost, Starkregen, Sturm, Hagel: Die Hagelversicherung meldet für April und Mai rund 36 Millionen Euro Schäden auf Österreichs landwirtschaftlichen Flächen. Besonders betroffen war die Steiermark.

Gefühlt werden die Wetterschäden in der heimischen Landwirtschaft immer beträchtlicher.

Und tatsächlich: Österreichs Landwirtschaft hat im Frühjahr enorme Schäden erlitten. Das geht aus aktuellen Mitteilungen der Österreichischen Hagelversicherung hervor.

In Summe ist die Rede von einem Schadenvolumen von rund 36 Millionen Euro, das sich im April und Mai anhäufte.

April: 35 Millionen Euro

Im April verursachten Frostnächte mit Temperaturen von bis zu –8 °C im Obstbau innerhalb von rund zwei Wochen einen Gesamtschaden von 35 Millionen Euro.

Nördlich der Alpen wurde Steinobst beschädigt, insbesondere Marillen und Kirschen. Kälte-Hotspot sind der Süden und Südosten des Landes gewesen. Allein in der Steiermark geht es um 23 Millionen Euro, erklärt Josef Kurz, Landesleiter der Hagelversicherung in der Steiermark.

Aufgrund des langanhaltenden Frostereignisses ist auch der später blühende Apfel nicht schadlos davongekommen, berichtet der Versicherer.

„Zwei von drei Apfelbauern sind gegen das Risiko Frost versichert, denn derartige Schäden sind oftmals existenzbedrohend für die Betriebe“, sagt Vorstandschef Kurt Weinberger.

„Umfassendes Risikomanagement wichtiger denn je“

„Die besichtigten Schäden hier vor Ort zeigen, dass Risikomanagement wichtiger ist als je zuvor. Gerade die Steiermark ist ein Hotspot, was Wetterextreme betrifft“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher anlässlich der damaligen Schäden.

„Ich empfehle daher jeder Bäuerin und jedem Bauern, Vorsorge zu treffen und sich gegen Wetterextreme umfassend abzusichern“, so Titschenbacher.

Mitte Mai: 300.000 Euro

Wenige Wochen später folgte die nächste Schadensmeldung, aufgrund schwerer lokaler Hagelunwetter am 16. Mai.

Betroffen war wiederum die Steiermark, in den Bezirken Graz-Umgebung und Südoststeiermark insbesondere die Gemeinden Premstätten und Bad Radkersburg.

„Die geschädigte landwirtschaftliche Fläche, vor allem Ölkürbis, Sojabohne, Mais, Salat, Kraut, beträgt knapp 1.000 Hektar“, teilt Kurz mit.

Den Gesamtschaden in der Landwirtschaft beziffert er mit rund 300.000 Euro.

Ende Mai: 650.000 Euro

Die jüngste Meldung kam vor wenigen Tagen: „Heftige Unwetter mit Starkregen, Sturm, Hagel und Überschwemmung haben weite Teile der Steiermark und Kärntens unter Wasser gesetzt.“

„In den Bezirken Graz-Umgebung, Leibnitz, Deutschlandsberg und Südoststeiermark wurden durch die lokal sintflutartigen Regenfälle mit feinem und dichtem Hagel auf einer Fläche von 1.500 Hektar vor allem Ackerkulturen und das Grünland geschädigt“, erläutert Kurz. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 300.000 Euro.

Kärnten wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Landesleiter Hubert Gernig: „In den Bezirken Wolfsberg, St. Veit und Villach-Land wurden knapp 1.000 Hektar Grünlandflächen überschwemmt. Auch empfindliche Gemüsekulturen wurden geschädigt. Der Gesamtschaden beträgt 350.000 Euro.“

In diesem Sinne: Besprechen Sie sich mit Ihrem Berater – er weiß, wie Sie sich bestmöglich gegen Wetterschäden absichern können.


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