(kunid) 2024 hatten 1.153 HaushaltsbrĂ€nde in Ăsterreich elektrische Ursachen. Solche BrĂ€nde wĂ€ren allerdings oft einfach zu vermeiden, stellen VVO, KFV und BrandverhĂŒtungsstelle Oberösterreich fest. Die Abfallwirtschaft warnt insbesondere vor Brandrisiken von falsch, nĂ€mlich im RestmĂŒll, entsorgten Akkus. SchĂ€den durch achtlos entsorgte Batterien gingen in die Millionen. Versicherungen fĂŒr Abfallbehandlungsanlagen zu bekommen, werde schwieriger.
Die mit ElektrogerĂ€ten verbundene Brandgefahr wird oftmals unterschĂ€tzt. Davor warnen aktuell der Versicherungsverband (VVO), das Kuratorium fĂŒr Verkehrssicherheit (KFV) und die BrandverhĂŒtungsstelle Oberösterreich.
Rund 15 Prozent der BrĂ€nde im Haushalt werden den Angaben zufolge durch elektrische Energie verursacht. Hauptauslöser seien defekte ElektrogerĂ€te, beschĂ€digte Leitungen und unsachgemĂ€Ăer Umgang.
Durch Verschmutzung, Alterung, schlechte oder ausgeleierte Kontakte oder Ăberlastung könne es plötzlich zu Lichtbögen und SchwelbrĂ€nden kommen. Oft könne die Brandentwicklung âstillâ hinter Verkleidungen oder Möbeln ihren Lauf nehmen, was ein wirksames Eingreifen einschrĂ€nke.
Die Statistik zur Problematik: Jeder sechste Brand sei ein Elektrobrand. Ăsterreichweit seien pro Jahr mehr als 1.000 BrĂ€nde auf elektrische Ursachen zurĂŒckzufĂŒhren. 2024 hatten 1.153 HaushaltsbrĂ€nde elektrische Ursachen.
BrÀnde wÀren oft leicht zu verhindern
Dabei wĂ€ren viele BrĂ€nde durch einfache SicherheitsmaĂnahmen verhindert werden, wie es weiter heiĂt.
âDie Kombination aus fachgerechter Installation, regelmĂ€Ăiger Wartung, verantwortungsvollem Umgang und einfacher PrĂ€vention trĂ€gt maĂgeblich zur Brandvermeidung bei und damit zu mehr Sicherheit im privaten Wohnraum bei.â
Das Risiko eines Elektrobrandes lasse sich etwa dadurch verringern, dass WĂ€rmestau vermieden wird, Verteilerstecker nicht aneinandergereiht und Mehrfachsteckdosen nicht ĂŒberlastet werden.
Was Akkus betrifft, gelte es, âpassende und möglichst hochwertigeâ LadegerĂ€te und Kabel zu verwenden, auffĂ€llige oder beschĂ€digte Akkus nicht mehr zu verwenden und kaputte Akkus oder GerĂ€te mit eingebauten Akkus nicht im RestmĂŒll, sondern fachgerecht zu entsorgen.
Drei Millionen Lithium-Ionen-Akkus im RestmĂŒll
Letzterer Punkt hatte im April schon die Vereinigung öffentlicher Abfallwirtschaftsbetriebe (VĂA) veranlasst, sich zu Wort zu melden.
âMillionen gebrauchter Akkus landen in Ăsterreich im RestmĂŒll â mit gefĂ€hrlichen Folgenâ, hatte sie gewarnt. âDas ist pure Vergeudung wertvoller Rohstoffe und zugleich brandgefĂ€hrlichâ, so die VĂA weiter.
Jedes Jahr wandern laut VĂA rund drei Millionen Lithium-Ionen-Akkus in den RestmĂŒll. âBereits ein oder zwei beschĂ€digte Exemplare reichen aus, um mitten im Abfallberg ein Feuer zu entfachen.â Solche BrĂ€nde seien besonders schwer zu bekĂ€mpfen, weil Tonnen von Material darĂŒber lagern.
MillionenschĂ€den und Probleme fĂŒr die Versicherbarkeit
âDie durch achtlos entsorgte Batterien verursachten SchĂ€den belaufen sich oft auf Millionenhöhe â Kosten, die letztendlich unsere AbfallgebĂŒhren in die Höhe treibenâ, gibt VĂA-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Ferdinand Koch zu bedenken.
âAuĂerdem wird es durch die hĂ€ufigen BrĂ€nde immer schwieriger, ĂŒberhaupt eine Versicherung fĂŒr Abfallbehandlungsanlagen zu bekommenâ, ergĂ€nzt Koch. Deshalb unterstreicht auch die VĂA: Batterien aller Art gehören in die getrennte Sammlung.
Koch: âUm die Problematik nachhaltig in den Griff zu bekommen, reicht bewusstes Konsumentenverhalten allein nicht aus. Was es braucht, ist ein nationaler Kraftakt, bei dem Abfallwirtschaft, Handel und Politik gemeinsam strukturelle Lösungen schaffen.â
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