05.08.2020

Der heimische Mietmarkt trotzt Corona

(kunid) Kein Corona-Einfluss auf den Mietmarkt – eine aktuelle Analyse der Mietpreise in den politischen Bezirken Österreichs von immowelt.at zeigt: Noch immer die teuersten Bezirke sind Innsbruck-Stadt, Salzburg-Stadt und Kitzbühel. Wien befindet sich auf Platz 7. Am wenigsten zahlen Österreicher im Burgenland.

Sowohl aus Vermieter- als auch aus Mietersicht ist dies die gute Nachricht: Der heimische Mietmarkt ist stabil – trotz Corona gibt es keine „Ausbrüche“ (weder nach oben noch nach unten).

Eine aktuelle Untersuchung von immowelt.at fördert weiters ein klares West-Ost-Gefälle zu Tage.

So liegen die teuersten Bezirke Österreichs mit Preisen jenseits von 15 €/m² nach wie vor in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg – die günstigsten mit weniger als 8 Euro €/m² im Osten in Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland.

Eine Ausnahme bildet Wien: Mit über 14 € Mietzins liegen die Preise in der Bundeshauptstadt ebenfalls im oberen Drittel der Preisspanne.

Höchste Preise in Innsbruck und Salzburg

In Innsbruck-Stadt zahlen Mieter mit Abstand die höchsten Preise: Um 18,30 Euro im Median wird der m² angeboten. Bisher sorgten die vielen Arbeitsplätze in der Tourismusbranche für Zuzug. Ferienwohnungen und die Studenten der Innsbrucker Universität feuerten den Mietmarkt obendrein weiter an. Der begrenzte Bauplatz und die zumeist gehoben ausgestatteten Wohnungen trieben die Preise zusätzlich. Trotz Corona bleibt Innsbruck somit der teuerste Mietmarkt in Österreich.

Das Innsbrucker Land ist mit 13,80 Euro im Median zwar deutlich günstiger als die Stadt, gehört aber ebenfalls zu den zehn teuersten Bezirken. Das Ausweichen auf das Umland lohnt sich für Wohnungssuchende also nur bedingt.

Ähnlich ist die Lage in Salzburg: In der Mozartstadt wird der zweithöchste Mietzins Österreichs verlangt: nämlich 15,70 Euro €/m² im Median.

Neben der Nähe zu Salzburg machen auch die Salzburger Schieferalpen den Bezirk Salzburg-Land attraktiv. Mit 13 €/m² zählt auch das Salzburger Umland noch zu den zehn höchstpreisigen Bezirken im Land.

Wien unter den Top 10

Je östlicher im Land man sucht, desto tiefer sind tendenziell die angebotenen Quadratmeterpreise.

Eine Ausnahme im Osten bildet Wien: Mit mittleren Preisen um 14,10 € ist der Hauptstadteffekt immer noch deutlich spürbar. Das Kultur- und Wirtschaftszentrum Österreichs wächst beständig weiter, entsprechend klettern auch die Mietpreise und liegen im oberen Drittel der österreichischen Mietpreisspanne.

Dass sich der Wohnmarkt durch den Einfluss von Corona nun anders entwickelt, zeigt sich nicht: Im Österreich-Vergleich liegt Wien auf dem 7. Platz der teuersten Bezirke – trotz 60 % gefördertem Wohnungsbau und Richtwertmietzins, der die Mieten eigentlich dämmen soll.

Die Mietzinse der Bundeshauptstadt strahlen auch auf die umliegenden Bezirke aus: Das ca. 20 km entfernte Mödling (12,10 €) im Süden oder Korneuburg (11,90 €) im Norden gehören ebenso zu den hochpreisigen Bezirken in Niederösterreich.

Niedrige Preise in der Steiermark und im Burgenland

Vorarlberg ist mit der Nähe zum Bodensee und am Rand der Alpen eines der begehrtesten Bundesländer. Zwar hat die Corona-Krise Auswirkungen auf den Tourismus und den Pendlerverkehr, spürbar bei den Mietpreisen ist das aber bisher nicht. Die in den vergangenen Jahren florierende Wirtschaft und die attraktive Lage im Dreiländereck sorgen noch immer für hohe Preise: Um 15 €/m² werden Wohnungen in Dornbirn angeboten.

Selbst der günstigste Bezirk in Vorarlberg liegt preislich noch über der 10-€-Marke: 12,80 € kostet der m² im Bezirk Bludenz. Damit sind die Gesamtmieten im westlichsten Bundesland im Durchschnitt die höchsten.

Am günstigsten wohnen die Österreicher im Osten: Im Burgenland liegen die Mieten zwischen 6,30 € (Jennersdorf) und 9,90 € (Neusiedl/See) sogar unter der 10-€-Grenze.

Ähnlich niedrig sind die Mieten in der Steiermark – zwischen 7,30 € in Voitsberg und 11,60 € in Graz.


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