So gebe ich im Advent dem Wohnungsbrand keine Chance

(kunid) Oft reicht eine kleine Unachtsamkeit, um ein Feuer in der Wohnung zu entfachen. Selbstverständlich muss man nicht auf festlichen Kerzenschein verzichten – viele Brände lassen sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vermeiden.

Teelichter, Kerzen und andere Arten des offenen Lichts und Feuers zählen zu den Brandursachen Nummer 1: Die durchschnittliche Schadenssumme dieser Zündquellen beträgt österreichweit 45,5 Millionen Euro pro Jahr.

Es dauert nur 20 Sekunden, bis der Christbaum in Vollbrand steht. In ca. anderthalb Minuten kann bereits die Wohnung brennen.

Uniqa hat einige Tipps zusammengestellt, um zu zeigen, wie man reagiert, falls doch mal ein Feuer ausbricht.

Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt

Gestecke und Christbäume können innerhalb weniger Sekunden abbrennen und einen Wohnungsbrand auslösen.

Halten Sie Adventkränze und Christbäume feucht

Besprühen Sie Adventkränze und Christbäume regelmäßig mit Wasser.

Sehr trockene Kränze sollten wegen der erhöhten Brandgefahr überhaupt nicht mehr angezündet werden.

Kaufen Sie den Christbaum so kurz wie möglich vor dem Fest und lagern Sie ihn kühl, z.B. auf dem Balkon, um Austrocknung zu vermeiden.

Stellen Sie Christbäume oder Kränze nicht neben der Heizung oder neben Wärmequellen auf.

Vorsicht bei leicht brennbaren Materialien

Stellen Sie Teelichter und Adventskränze nur auf nicht brennbare Unterlagen z.B. aus Glas, Blech oder Keramik.

Stecken Sie Christbaumkerzen in nicht brennbare Kerzenhalter und halten Sie zu Vorhängen einen Sicherheitsabstand von 50 cm.

Platzieren Sie die Christbaumkerzen nicht zu nahe an Zweige oder Schmuck. Besonders gefährlich sind Papierschmuck oder Strohsterne. Der Abstand nach oben sollte mindestens 20 cm sein.

Lassen Sie die Fenster geschlossen, um zu vermeiden, dass die Vorhänge über eine Kerzenflamme geweht werden.

Achtung beim Anzünden der Christbaumkerzen

Verwenden Sie einen stabilen Christbaumständer und stabile Kerzenhalterungen.

Zünden Sie die Kerzen beginnend von der Baumspitze von oben nach unten an. Beim Auslöschen genau umgekehrt.

Verwenden Sie keine Sternspritzer. Die Funken sind unberechenbar und bergen ein besonders großes Brandrisiko.

Eine sicherere Alternative zu Wachskerzen sind LED-Christbaumkerzen oder LED-Lichterketten.

Lassen Sie bei Kindern und Haustieren besondere Vorsicht walten

Lassen Sie Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt allein mit brennenden Kerzen.

Ausgelassenes Spielen rund um offene Lichtquellen ist tabu, damit Kerzen oder der Christbaum nicht umgeworfen werden.

Erklären Sie Ihren Kindern die Gefahren und das richtige Verhalten im Brandfall.

Bewahren Sie Zünder und Feuerzeuge außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Bringen Sie Rauchmelder an

Im Brandfall zählt jede Sekunde. Rauchmelder sind zuverlässige, lebensrettende Sirenen und mit wenigen Handgriffen montiert.

Halten Sie Löschmittel parat

Stellen Sie einen Wasserkübel bereit – aber nicht unter oder hinter dem Baum, denn bei einem Brand ist dieser dann oft nicht mehr erreichbar.

Hand-Feuerlöscher sind noch effektiver als Wasser. Die richtige Handhabung ist auf jedem Feuerlöscher beschrieben und sollte durchgelesen werden, bevor es zu einem Notfall kommt.

Legen Sie am besten eine Löschdecke direkt unter den Christbaum.

Richtiges Verhalten im Brandfall

Alarmieren: Rufen Sie die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112, bevor Sie Flucht- oder Löschversuche wagen. Hier gilt: Lieber einmal zu oft anrufen, als zu spät.

Retten: Bringen Sie Ihre Familie/Mitbewohner in Sicherheit, warnen Sie auch gefährdete Nachbarn und helfen Sie Personen, die nicht alleine flüchten können. Denken Sie daran, dass die Gefahr nicht nur von den Flammen ausgeht. Eine Rauchgasvergiftung kann bereits nach wenigen Minuten tödlich sein.

Löschen: Falls die Flucht nicht mehr möglich oder der Brand noch klein ist, sollten Sie nach der Alarmierung der Feuerwehr selbständige Löschversuche starten. Viele Brände können im Anfangsstadium mit einem Feuerlöscher oder einer Löschdecke gelöscht oder zumindest eingedämmt werden.

Und wie immer: Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Versicherungsberater! Wir wünschen einen sicheren Advent und ein Frohes Weihnachtsfest!


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