08.04.2026

Sauberkeit ohne Reue

(kunid) Eine hĂ€ufige Ursache von WasserschĂ€den in Wohnungen sind defekte Zuleitungen von Waschmaschinen und GeschirrspĂŒlern. Vorbeugen ist ratsam und einfach.

ZuleitungsschlĂ€uche von HaushaltsgerĂ€ten können – zum Beispiel durch Alterung – undicht werden. Die Folge: Binnen kĂŒrzester Zeit können große Mengen Wasser auslaufen und die Wohnung mitsamt Inventar sowie darunterliegende RĂ€ume beschĂ€digen.

Außer dem eigenen Schaden mĂŒssen Mieter dann in der Regel auch noch dem Vermieter die eventuell notwendigen Reparaturkosten am GebĂ€ude ersetzen. Zudem mĂŒssen sie gegebenenfalls fĂŒr die Instandsetzung des Inventars von geschĂ€digten Nachbarn aufkommen.

Damit es nicht so weit kommt

Die Gefahr eines solchen Malheurs lĂ€sst sich ganz entscheidend verringern: Am billigsten ist es, die Wasch- oder SpĂŒlmaschine nur unter Aufsicht laufen zu lassen und nur wĂ€hrend dieser Zeit den Wasserhahn geöffnet zu haben. Platzt dabei ein Schlauch und wird dann sofort der Wasserhahn geschlossen, kann erst gar nicht viel Wasser auslaufen.

Bequemer lÀsst sich dieser Schutz durch ein sogenanntes Aquastopp-System einrichten. Es enthÀlt ein Sicherheitsventil, das bei einem defekten Zuleitungsschlauch die Wasserversorgung der Maschine unterbricht.

Manche neuere Wasch- und SpĂŒlmaschinen haben diese Sicherheitseinrichtung bereits serienmĂ€ĂŸig eingebaut. Alle anderen Maschinen können gĂŒnstig nachgerĂŒstet werden.

Wann die Versicherung zahlt

Wer eine solche Sicherung benutzt, verringert die Gefahr eines Wasserschadens erheblich. Wenn trotzdem etwas passiert, besteht fĂŒr den Schaden am eigenen Inventar Schutz durch die Haushaltsversicherung. Notwendige Reparaturen am eigenen Haus ĂŒbernimmt die Eigenheimversicherung (GebĂ€udeversicherung), sofern LeitungswasserschĂ€den mitversichert sind.

In beiden Polizzen sind leichtsinnig (Fachjargon: „grob fahrlĂ€ssig“) selbst verursachte SchĂ€den normalerweise nicht mitversichert. Das ist in diesem Falle der unbeaufsichtigte Betrieb der GerĂ€te oder das Offenlassen der WasserhĂ€hne außerhalb des Betriebs, ohne dass eine Aquastopp-Einrichtung aktiv ist.

Haftpflichtversicherung fĂŒr den Fremdschaden

Wenn durch auslaufendes Wasser in einer Mietwohnung das Inventar einer Nachbarwohnung oder die Bausubstanz der Immobilie des Vermieters beschĂ€digt wird, ist das ein Fall fĂŒr die – in der Haushaltspolizze meist eingeschlossene – Privathaftpflicht-Versicherung des Mieters. Sie tritt dann ein, wenn durch eigenes Verschulden ein Dritter zu Schaden kommt und man gesetzlich zum Schadenersatz verpflichtet ist.

GeschĂ€digte Vermieter und Nachbarn sind allerdings gut beraten, den Schaden vorrangig durch ihre eigene GebĂ€ude- beziehungsweise Haushaltsversicherung regulieren zu lassen, denn die ĂŒbernehmen bei zerstörten GegenstĂ€nden den Neuwert.

Haftpflichtversicherungen zahlen dagegen stets nur den gesetzlichen Anspruch, und das ist der Zeitwert. Der Zeitwert berechnet sich dabei aus dem Neuwert einer Sache abzĂŒglich eines Geldbetrages fĂŒr das Alter des Gegenstandes, den bisherigen Gebrauch und die Abnutzung.


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