(kunid) Mehr als 23,5 Milliarden Euro betrug das verwaltete Anwartschaftsvermögen der Betrieblichen Vorsorgekassen zu Ende des Vorjahres. Die Performance lag bei 3,61 Prozent. Die Zahl der Anwartschaftsberechtigten stieg auf knapp 11,5 Millionen.
Die österreichischen Betrieblichen Vorsorgekassen (BVK) haben das verwaltete Anwartschaftsvermögen 2025 auf ein neues Rekordniveau gesteigert. Das geht aus dem „Quartalsbericht Q4 2025 Betriebliche Vorsorgekassen“ der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) hervor. (Betriebliche Vorsorgekassen haben 2003 das alte System der Abfertigung ersetzt und wird auch als „Abfertigung Neu“ bezeichnet, Anm.)
Per Ultimo 2025 betrug das Anwartschaftsvermögen 23.559 Millionen Euro: Gegenüber Ende 2024 bedeutet das einen Anstieg um 11,42 Prozent. Im langfristigen Vergleich seit Ende 2020 betrug der Zuwachs 61,76 Prozent (31.12.2020: 14.564 Millionen).
Die Asset Allokation der Vorsorgekassen wird von Anleihen dominiert: Sie machten zum Ende des vierten Vorjahresquartals 62,85 Prozent des verwalteten Vermögens aus (31.12.2024: 65,32 Prozent). Der Aktienanteil stieg im selben Zeitraum von 15,45 auf 17,76 Prozent.
Weitere bedeutende Anteile in den Portfolios sind Darlehen und Kredite (5,73 Prozent, Ende 2024: 5,43 Prozent), Immobilien (5,37 Prozent, Ende 2024: 5,57 Prozent) sowie Guthaben bei Kreditinstituten (4,72 Prozent, Ende 2024: 4,97 Prozent).
Fortschritte bei Kapitalgarantierücklage
Betriebliche Vorsorgekassen müssen jährlich mindestens 0,1 Prozent der Gesamtsumme der Abfertigungsanwartschaften einer Rücklage zuführen, bis diese ein Prozent der Gesamtsumme erreicht hat, um die Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtungen aus der Kapitalgarantie abzusichern.
Von den sieben Vorsorgekassen haben bisher drei eine Kapitalgarantierücklage von zumindest einem Prozent der Gesamtsumme der Abfertigungsanwartschaften gebildet. Per 31.12.2025 lag der Durchschnittswert aller BVK bei 0,99 Prozent, mit einer Bandbreite von 0,67 bis 1,30 Prozent.
Gegenüber Ende 2024 ist der Wert der Rücklage damit insgesamt um 0,09 Prozentpunkte gestiegen, gegenüber dem dritten Quartal um 0,08 Prozentpunkte.
Performance gegenüber 2024 gesunken
Im vierten Quartal erzielten die Vorsorgekassen eine durchschnittliche Performance von 1,38 Prozent, wobei es große Unterschiede zwischen den einzelnen BVK gab: Die Veranlagungsperformance lag in einer Bandbreite von 0,76 bis 1,68 Prozent.
Im Gesamtjahr erzielten die Vorsorgekassen ein Ergebnis von 3,61 Prozent, wie aus den Berechnungen der Österreichischen Kontrollbank hervorgeht. Die Performance war damit deutlich schwächer als in den beiden Jahren davor, lag aber über dem Zehnjahres-Durchschnitt.
Fast 11,5 Millionen Anwartschaften
Bedingt durch Mehrfachanwartschaften bei mehreren Betrieblichen Vorsorgekassen beträgt die Gesamtzahl der Anwartschaftsberechtigten per Ende 2025 rund 11,49 Millionen. Ende 2024 lag diese Zahl bei 11,2 Millionen.
Das durchschnittliche Vermögen einer Anwartschaft stieg zum Stichtag 31.12.2025 auf rund 2.050 Euro, nachdem es ein Jahr zuvor noch bei nur 1.886 Euro gelegen war.
POINTNER finanz … Ihr Versicherungsmakler in Ried im Innkreis
Fragen? – Treten Sie mit uns in Kontakt!
