(kunid) Die Einwohnerzahl Österreichs stieg 2025 um 0,2 Prozent. Gleichzeitig fiel die Geburtenbilanz bereits zum sechsten Mal in Folge negativ aus.
Zu Jahresbeginn 2026 lebten laut Statistik Austria 9.215.956 Menschen in Österreich. Das waren um 18.743 Personen oder 0,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit war das Bevölkerungswachstum nur halb so hoch wie 2024. Einen ähnlich niedrigen Zuwachs gab es zuletzt 2009.
Zuwanderung trägt Wachstum
Das Bevölkerungswachstum ergab sich ausschließlich aus internationaler Zuwanderung. 2025 zogen 161.932 Menschen aus dem Ausland nach Österreich, während 131.190 Personen das Land verließen. Der Wanderungssaldo lag damit bei plus 30.742 Personen und deutlich unter dem Wert des Vorjahres.
„Das Bevölkerungswachstum in Österreich ergibt sich ausschließlich aus internationaler Zuwanderung“, erklärte Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Unterm Strich seien knapp 31.000 Personen mehr nach Österreich gezogen als weggezogen.
Geburtenbilanz bleibt negativ
Gleichzeitig fiel die Geburtenbilanz bereits zum sechsten Mal in Folge negativ aus. 2025 wurden in Österreich 76.067 Kinder geboren, während 87.902 Menschen starben. Daraus ergab sich ein Minus von 11.835 Personen.
Die Zahl der Lebendgeborenen erreichte den niedrigsten Wert seit 2001. Die Gesamtfertilitätsrate sank auf 1,30 Kinder pro Frau und damit auf einen neuen Tiefststand.
Lebenserwartung steigt weiter
Einen neuen Höchststand erreichte hingegen die Lebenserwartung bei der Geburt. Sie lag 2025 bei Männern bei 80,15 Jahren und bei Frauen bei 84,60 Jahren. Bei Männern wurde damit erstmals die Schwelle von 80 Jahren überschritten.
Diese Entwicklung zeigt, dass Österreich demografisch vor einer doppelten Herausforderung steht: niedrige Geburtenzahlen auf der einen Seite und eine weiter steigende Lebenserwartung auf der anderen.
Wien wächst am stärksten
Regional fiel die Entwicklung unterschiedlich aus. Wien verzeichnete mit plus 0,6 Prozent den stärksten Bevölkerungszuwachs aller Bundesländer. Mit 12.625 zusätzlichen Einwohnern war die Bundeshauptstadt für rund zwei Drittel des gesamtösterreichischen Wachstums verantwortlich.
Zuwächse gab es auch in Tirol sowie in geringem Ausmaß in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg. In der Steiermark wurde nur ein minimales Plus verzeichnet, im Burgenland und in Kärnten ging die Bevölkerungszahl leicht zurück.
Anteil ausländischer Staatsangehöriger steigt
Zu Jahresbeginn 2026 lebten 1.881.309 Menschen ohne österreichische Staatsangehörigkeit in Österreich. Das waren um 25.890 mehr als ein Jahr zuvor. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung stieg damit von 20,2 auf 20,4 Prozent.
Den höchsten Anteil wies Wien mit 36,8 Prozent auf. Dahinter folgten Vorarlberg und Salzburg mit jeweils 20,9 Prozent. Am niedrigsten war der Anteil im Burgenland mit 11,7 Prozent, gefolgt von Niederösterreich und Kärnten.
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