06.07.2026

Wo der Urlaubseuro am meisten wert ist

(kunid) Bulgarien, die Türkei und Rumänien bieten 2026 die größte Kaufkraft für österreichische Urlauber. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Statistik Austria.

Wer 2026 ins Ausland verreist, kann je nach Urlaubsland mit dem gleichen Reisebudget sehr unterschiedliche Leistungen in Anspruch nehmen. Laut Statistik Austria ist der österreichische Urlaubseuro vor allem in Südosteuropa besonders viel wert. Auch in zahlreichen klassischen Mittelmeerdestinationen liegen die Preise für touristische Produkte und Dienstleistungen unter dem österreichischen Niveau.

Südosteuropa bietet die größte Kaufkraft

Den höchsten Kaufkraftvorteil erzielen österreichische Urlauber in Bulgarien. Dort entsprechen 100 Euro einem Gegenwert von 186 Euro. Dahinter folgen die Türkei mit 156 Euro und Rumänien mit 155 Euro. Auch in Portugal (140 Euro), Spanien (132 Euro), Griechenland (126 Euro), Zypern (125 Euro), der Slowakei (123 Euro), Slowenien (121 Euro), Kroatien (119 Euro) und Italien (113 Euro) erhalten Reisende mehr für ihr Geld als in Österreich.

„In Südosteuropa und der Türkei bekommen Urlaubsgäste aus Österreich heuer deutlich mehr für ihr Geld als zu Hause“, erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. In Bulgarien, Rumänien und der Türkei lägen die Preise für touristische Leistungen wie Hotelübernachtungen oder Restaurantbesuche rund ein Drittel unter dem österreichischen Niveau.

Ungarn zählt zwar weiterhin zu den günstigeren Reisezielen, allerdings ist der Kaufkraftvorteil gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Grund dafür ist die Aufwertung des Forint gegenüber dem Euro.

Beliebte Mittelmeerziele bleiben günstiger

Auch viele klassische Urlaubsländer am Mittelmeer bieten weiterhin Preisvorteile. Besonders Portugal und Spanien zählen zu den günstigeren Destinationen in Westeuropa. Aber auch Griechenland, Zypern, Kroatien und Italien liegen beim Preisniveau unter Österreich und bleiben damit attraktive Reiseziele für preisbewusste Urlauber.

Die Berechnungen berücksichtigen typische touristische Ausgaben wie Übernachtungen, Restaurantbesuche und weitere Dienstleistungen, die während eines Urlaubs anfallen.

Norden Europas bleibt kostspielig

Deutlich teurer als Österreich bleiben hingegen mehrere nord- und westeuropäische Länder. Den größten Kaufkraftverlust verzeichnen Urlauber in Island, wo 100 Euro lediglich einem Gegenwert von 64 Euro entsprechen. Auch in der Schweiz (70 Euro), Norwegen (73 Euro), Dänemark (80 Euro), Schweden (90 Euro) und Irland (91 Euro) müssen Reisende tiefer in die Tasche greifen.

Nach Angaben von Statistik Austria verfügen Urlauber in Island und der Schweiz damit über rund ein Drittel weniger Kaufkraft als in Österreich.

Unterschiede auch bei Fernreisen

Außerhalb Europas zeigt sich ein gemischtes Bild. In Japan ist der Urlaub für Österreicher günstiger geworden. Aufgrund des schwachen Yen und der vergleichsweise niedrigen Inflation erhalten Reisende dort für 100 Euro touristische Leistungen im Wert von 144 Euro – deutlich mehr als noch im Vorjahr.

Australien und Mexiko haben sich dagegen verteuert. In Australien entspricht die Kaufkraft von 100 Euro nur noch einem Gegenwert von 87 Euro, in Mexiko sind es 141 Euro. Beide Destinationen bleiben zwar attraktive Fernreiseziele, bieten österreichischen Urlaubern aber weniger Kaufkraft als noch vor einem Jahr.


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