25.07.2016

Schutz vor Hautkrebs

(kunid) Ultraviolette (UV)-Strahlung, wie sie im Sonnenlicht enthalten ist, gilt nach Angaben der Weltgesundheits-Organisation (WHO) als der größte Risikofaktor für das Entstehen von Hautkrebs. UV-bedingte Hautschäden bei Erwachsenen, aber auch insbesondere im Kinder- und Jugendalter, erhöhen das Hautkrebsrisiko deutlich. Was Erwachsene, aber auch Eltern bei ihren Kindern beachten sollten, um dies zu verhindern.

Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs. Die gefährlichste ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Laut den Daten der Statistik Austria erkrankten im Jahr 2000 rund 1.000 Personen hierzulande am malignen Melanom, 2010 waren es bereits 50 Prozent mehr. Das Bundesministerium für Gesundheit und Frauen (BMGF) rechnet damit, dass es 2030 mehr als 2.500 Neuerkrankungen pro Jahr sein werden.

Ultraviolette (UV-)Strahlung, wie sie zum Beispiel vom Sonnenlicht oder Solarium abgegeben wird, ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) ein hoher Risikofaktor, der zu Hautkrebs führt. Jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Selbst wenn die Sonneneinstrahlung noch keinen Sonnenbrand verursacht hat, kann nach Angaben des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die enthaltene UV-Strahlung das Erbgut der Hautzellen schädigen und damit zu Hautkrebs führen. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz wichtig.

Wann die Sonne zum Risiko wird

Prinzipiell wird die UV-Strahlung am UV-Index (UVI) mit einem Wert auf einer Skala von eins bis elf gemessen. Je höher der UVI-Wert, desto größer ist das Sonnenbrandrisiko. Neben Tageszeitungen und regionalen Wetterberichten informiert auch die UV-Forschungsgruppe der Medizinischen Universität Innsbruck online unter www.uv-index.at über die regionalen UVI-Werte.

Im Tagesverlauf ist oftmals in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr der UVI-Wert am stärksten. Zudem können Wasser, Sand, aber auch Schnee, die UV-Strahlung reflektieren und so die Intensität der UV-Strahlung verstärken.

Der BfS, die Österreichische Krebshilfe und der ADP empfehlen bereits bei einem mittleren UV-Wert von drei UVI Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen. Bereits eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille mit UV-Filter und Schuhe, die den Fußrücken bedecken, schützen vor übermäßiger UV-Strahlung. Der ADP rät zudem, beim Baden ein T-Shirt oder Badekleidung mit UV-Schutz (UV-Schutztextilien) zu tragen, da das Wasser die UV-Belastung verstärkt.

Damit die Haut nicht geschädigt wird

Prinzipiell sollte man darauf achten, dass alle unbedeckten Körperstellen wie Gesicht, Hals und Hände mit einem Sonnenschutzmittel, dessen Lichtschutzfaktor dem jeweiligen Hauttyp entspricht, eingecremt sind. Je heller die Haut, desto höher der zu wählende Lichtschutzfaktor. Laut Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) gilt als Faustregel, dass der Lichtschutzfaktor das Doppelte des erwarteten Wertes des UV-Index sein sollte.

Wichtig ist es, die Sonnencreme mehrmals täglich, am besten alle zwei Stunden, sowie mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen. Auch nach dem Aufenthalt im Wasser ist es wichtig, sich erneut einzucremen. Der BMLFUW weist darauf hin, dass auch Schatten nicht vollständig vor UV-Strahlen schützt.

Nach Angaben des BfS ist eine Vorbräunung im Solarium nicht zu empfehlen, denn zum einen kann man sich so keinen ausreichenden Eigenschutz der Haut aufbauen, und auch eine gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor Erbgutschäden, sodass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, trotzdem bestehen bleibt. Man setzt sich durch ein Solarium zusätzlich unnötigerweise einer UV-Strahlung aus. Grundsätzlich, so das BMGF, sollte man mindestens einmal im Jahr die Haut von einem Hautarzt untersuchen lassen sowie regelmäßig selbst auf Hautveränderungen achten.

Kinder sind besonders gefährdet

Bei Kindern sollte man generell eine Sonnencreme mit einem möglichst hohen Lichtschutzfaktor, zum Beispiel ab 30 verwenden. Babys im ersten Lebensjahr sollten nie einer direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Epidemiologische Studien belegen, dass Personen, die als Kind häufig an der Sonne waren und Sonnenbrände erlitten hatten, ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Hautkrebs, insbesondere am gefährlichen malignen Melanom zu erkranken, als andere.

Weitere Informationen zum Thema Hautkrebs, unter anderem, wie man sich davor schützen kann, gibt es in den Webportalen folgender Institutionen und Vereine: beim BMLFUW, beim BMGF, beim ADP (www.unserehaut.de), beim BfS und bei der Österreichischen Krebshilfe (sonneohnereue.at).


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