11.01.2021

Heuer wird es für jeden Dritten finanziell enger

(kunid) Fast jeder dritte Österreicher meint in einer aktuellen Befragung: „In Sachen Finanzen wird 2021 für mich ein schlechtes Jahr.“ Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr.

Bekanntermaßen haben viele Menschen hierzulande aktuell Schlaf- bzw. Durchschlafprobleme: Kein Wunder! Aus bekannten Gründen machen wir alle uns gerade viele Sorgen.

Die traditionelle Umfrage der ING möchte es genau wissen. Sie dreht sich um die persönlichen Finanzaussichten und die Finanzvorsätze für das heurige Jahr.

Wie aufgrund bekannter Umstände kaum anders zu erwarten, gab es eine massive Umkehr: Sehr viel weniger Österreicher berichten von rosigen Aussichten und für sehr viele mehr ist der Blick auf ihre Finanzen im Jahr 2021 bedrückend.

In Tirol gehen die meisten (35 %) von einem schlechten persönlichen Finanzjahr aus, in Wien die wenigsten, aber immerhin noch 24 % und damit praktisch jeder Vierte.

Finanzfrust darf sich nicht breit machen

Deutlich weniger wollen im nächsten Jahr mehr sparen. Waren es im Vorjahr 40 %, so sind es nun 35 %, deren Finanzvorsatz lautet: „Ich will mehr sparen.“

Das mag mehrere Gründe haben, so András Hámori, Privatkundenchef der ING in Österreich. „Einerseits wurde mangels Konsummöglichkeiten bereits viel zurückgelegt und andererseits macht sich offensichtlich ein gewisser Finanzfrust breit. Die Pandemie hat nicht nur Privat- und Berufsleben durcheinandergebracht, sondern auch unsere Finanzgewohnheiten“, so der Finanzexperte.

Tatsächlich lässt sich diese Annahme auch durch die Umfrageergebnisse untermauern. Nicht nur das Sparen selbst, also das regelmäßige Zurücklegen von Geld, spielt nun eine geringere Rolle bei den Finanzvorsätzen, sondern auch Einsparungsmöglichkeiten im Alltag, wie eine Änderung des Energieversorgers oder ein Wechsel zu einer günstigeren Bank – dies war bei den Finanzvorsätzen zuletzt im Aufwind.

Auch sind es weniger, die ein Haushaltsbudget erstellen wollen und deutlich mehr als zuletzt – ganze 37 % – beschäftigen sich gar nicht mit ihren Finanzen. „Der Finanzfrust darf sich nicht breit machen“, warnt deswegen Hámori.

Mehr als doppelt so viele Kredite

Wollten im Vorjahr 2 % der Österreicher einen Kredit aufnehmen, so gehen nun 5 % davon aus, im kommenden Jahr zusätzlich Geld zu brauchen.

Immobilienfinanzierungen werden generell sehr stark nachgefragt. 2021 wird ein zusätzlicher Anstieg bei den Konsumfinanzierungen erwartet – so ein Ende oder ein Eindämmen der Pandemie wieder mehr Konsum zulässt.

Kurzum: Hier wartet viel Arbeit auf die Banken, die nicht nur mit Neufinanzierungen reichlich Arbeit haben werden, sondern auch mit Umschuldungen.

Anlagelust statt Sparfrust

Vom Finanzfrust weniger betroffen scheinen alternative Sparformen.

„Immer mehr Kunden veranlagen erfolgreich in Fonds“, berichtet Hámori, „das Anlageverhalten der Österreicher ändert sich langsam, aber stetig. Ich denke, dieser Trend wird sich 2021 verstärkt fortsetzen.“

Dazu erklärt ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski: „Nach einem Jahr, das sich für Finanzmärkte, Wirtschaft und Menschen immer wieder wie die Hölle angefühlt hat, gilt es den Blick nach vorne zu richten.“

Sein Nachsatz gibt Hoffnung: „2021 wird besser!“


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