29.05.2020

Finanzbildung bleibt zuvorderst Aufgabe der Eltern

(kunid) Eltern sind für ihre Kinder erste Anlaufstelle und wichtigste Vorbilder bei der Vermittlung von wirtschaftlichem Grundwissen und Wissen zum Umgang mit Geld. Leider werden Töchter aber bei der Wissensaneignung weniger gefördert als Söhne. Rund die Hälfte aller österreichischen Eltern wünschen sich Unterstützung in der Finanzbildung ihrer Kinder.

Eltern spielen seit Generationen die Hauptrolle in der Gelderziehung. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts marketmind1 im Auftrag des österreichischen Bankenverbandes.

Demnach ist es auch im Jahr 2020 rund 90 % der Eltern mit Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren in Österreich wichtig, ihren Kindern die Grundlagen des Geldlebens selbst beizubringen. Dabei geht es vorrangig um das Vermitteln des allgemeinen Umgangs mit Geld und das Verständnis fürs Sparen.

Ganz spezielles Augenmerk legen die Eltern auf die finanzielle Allgemeinbildung ihrer Kinder ab dem Alter von elf Jahren.

Diese Zahl ist sehr erfreulich: Tatsächlich ist es mehr als 90 % der befragten Eltern besonders wichtig, in Sachen finanzieller Wissensvermittlung an erster Stelle zu stehen.

Detaillierte Umfrageergebnisse

Bei 73 % der Kinder zwischen sechs und 14 Jahren geben deren Eltern an, offen über Geld mit ihren Kindern zu sprechen.

Und bei der Gelderziehung ihrer Kinder greifen die befragten Eltern zu rund 70 % auf jenes Wissen zurück, das sie selbst von ihren Eltern bzw. ihren Familien zum Umgang mit Geld erhalten haben.

Hilfe von der Schule und von Banken

Bei rund 40 % der Kinder wünschen sich deren Eltern bei der Gelderziehung ihrer Kinder Unterstützung.

Vor allem Erziehende in Patchworkfamilien, Alleinerziehende und berufstätige Mütter sowie Eltern mit geringem Bildungsstatus fühlen sich bei diesem Thema schnell alleingelassen oder überfordert.

Hilfe soll von den Schulen und von den Banken kommen.

Erschreckender Gender Gap

Das Ergebnis im Hinblick auf den Geschlechterunterschied ist überraschend. Es könnte ein Hinweis darauf sein, dass der „Gender Gap“ beim Thema Finanzen bereits im Elternhaus beginnt, indem Buben in der Gelderziehung anders behandelt werden als Mädchen. Das kann im Erwachsenenalter nachteilige Folgen haben.

„Nach wie vor haben Frauen im Durchschnitt ein geringeres Finanzwissen als Männer und weniger Chancen, selbstständig für ihre Zukunft vorzusorgen“, warnt Gerald Resch, Generalsekretär des österreichischen Bankenverbandes.

Mädchen werden weniger unterstützt

Buben werden laut der Studie bei Finanziellem mehr unterstützt als Mädchen: Bei 91 % der Söhne legen die Eltern darauf Wert, beim Umgang mit dem Konto zu helfen, bei Mädchen sind es 82 %.

Letzteren wird dabei auch weniger zugetraut: Ein eigenes Konto empfinden die Eltern bei 84 % der Söhne als lehrreich, bei Töchtern sind es 71 %.

„Wir möchten die Eltern ermutigen, besonders ihre Töchter beim Thema Geld zu unterstützen und ihnen mehr zuzutrauen, damit sie lernen, selbstbewusst mit ihren Finanzen umzugehen“, erklärt Enver Sirucic, Vorstandsmitglied des Bankenverbandes.

Gelderziehung so früh wie möglich

Für die meisten Eltern beginnt die Finanz- und Wirtschaftsbildung ihrer Kinder idealerweise mit dem Eintritt in die Volksschule.

Der Bankenverband unterstützt die österreichischen Schulen, auch in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, mit einer Reihe von Initiativen – etwa dem Projekt „SCHULBANKER“, oder dem „European Money Quiz“.

Und ziehen Sie auch Ihren Berater zurate: Er weiß, was finanziell gut für Sie und Ihr Kind bzw. Ihre Kinder ist.


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