14.04.2020

Soll ich oder soll ich nicht? Wohnbaufinanzierungen in Zeiten der Krise

(kunid) Die Corona-Krise führt jetzt auch zu Volatilitäten bei den Konditionen rund um Wohnbaufinanzierungen. Interessenten sollten unbedingt die Zinsen vergleichen und die Finanzierung wohlüberlegt gestalten. Aber im Grunde spricht im Moment nichts gegen eine Wohnbaufinanzierung.

Ist jetzt der falsche Zeitpunkt an die Finanzierung von Wohnungseigentum zu denken? Nicht zwingend, wie sich viele Experten einig sind.

Und: Nachdem die Zinsen für Wohnbaufinanzierungen Anfang März ein neues Rekordtief markiert haben, sind die Konditionen nun wieder leicht gestiegen. Was also tun?

Fixzinsen als Alternative?

Die Interhyp AG beispielsweise rechnet mit weiteren Erhöhungen der Zinsen für Wohnbaufinanzierungen. „Die Corona-Krise hatte anfänglich zu niedrigeren Konditionen geführt, jetzt steigen die Zinsen für Wohnkredite wieder etwas an“, sagt Andreas Luschnig, Leiter der Interhyp-Niederlassung in Wien.

Dennoch sind Fixzinsen für zehnjährige Darlehen noch immer unter einem Prozent erhältlich.

Es empfiehlt sich daher: Wer aktuell eine Wohnbaufinanzierung plant, sollte die Zinsen genau vergleichen, sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Eine Finanzierung sollte wohlüberlegt und mit guter Beratung geplant werden: Fixzinsen sollten als Alternative zu variablen Zinsen geprüft werden.

Alles eine Frage der Konditionen

Im Zuge der Kursstürze an den Börsen und der wirtschaftlichen Unsicherheit war Anfang März 2020zunächst eine starke Nachfrage nach sicheren Anleihen und Pfandbriefen zu beobachten, welche ein wichtiges Anzeichen für die Refinanzierungsbedingungen der Banken sind.

In der Folge waren die Zinsen für Wohnbaukredite gefallen. Ein weiterer Faktor für das allgemein günstige Zinsumfeld für Wohnbaufinanzierungen ist die seit Jahren andauernde Niedrigzinspolitik insbesondere der Europäischen Zentralbank (EZB).

Nun sieht Interhyp Anzeichen für einen leichten Konditionsanstieg. Die Renditen der längerfristigen Anleihen sind zum Teil gestiegen, auch aufgrund der erwarteten Kosten aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die Refinanzierungssituation der Banken ist derzeit nicht mehr ganz so günstig wie Anfang März. In der Folge haben jetzt einige Anbieter ihre Konditionen erhöht. Die Corona-Krise hat demnach zu Schwankungen bei Kreditzinsen geführt.

Jetzt heißt es also, genau und noch konzentrierter auf die Konditionen zu schauen.

Virtuelle Beratungsgespräche jetzt angesagt

Kreditnehmer sollten trotz des aktuellen Konditionsanstiegs in Ruhe vergleichen. Wer eine Kreditaufnahme plant, sollte langfristig agieren.

Klug ist es, im immer noch günstigen Marktumfeld, Fixzinsen über zehn Jahre und länger in Betracht zu ziehen. Welche Finanzierungslösung die beste für den individuellen Fall ist, lassen sich gut in einem (virtuellen) Beratungsgespräch klären.


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