Wo die Österreicher Gefährdungen im Haushalt sehen

(kunid) Eine aktuelle Studie fördert Interessantes zu Tage. So zeigt diese, dass der Großteil der Österreicher auf Haushaltsversicherungen setzt.

Wovor sich Herr und Frau Österreicher schützen möchten? Eine Befragung der VAV Versicherung hat genau das untersucht.

Für die Studie wurden vom österreichischen Gallup Institut 1.000 Probanden in ganz Österreich befragt. Befragungszeitraum war der November 2018.

Das Einbruchsrisiko wird als mäßig eingeschätzt

40 Prozent der Österreicher schätzen das Risiko, von einem Wohnungseinbruch betroffen zu werden, als niedrig oder sogar sehr niedrig ein. 43 Prozent bezeichnen die Gefährdung als durchschnittlich.

Lediglich 13 Prozent halten die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs für hoch, drei Prozent sogar für sehr hoch.

In der Analyse nach Bundesländern fühlen sich die Wiener am stärksten gefährdet. Sie schätzen das Risiko zu 21 Prozent als hoch und zu acht Prozent sogar als sehr hoch ein.

Ältere Menschen fühlen sich sehr gefährdet

Überdurchschnittlich gefährdet fühlen sich auch ältere Personen – und Verdiener mit einem monatlichen Einkommen bis 1.500 Euro.

Bei Niedrigverdienern wird die Einbruchsgefahr von 19 Prozent als hoch oder sehr hoch angegeben, bei den Älteren wird sie von 17 Prozent als hoch oder sehr hoch eingeschätzt.

„Das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung korreliert hier anscheinend mit der vor kurzem veröffentlichten Kriminalstatistik des Innenministeriums für das erste Halbjahr 2018, die einen Rückgang beim Wohnraumeinbruch um 13% zum Vergleichszeitraum 2017 ausweist“, sagt dazu Sven Rabe von der VAV Versicherung.

Eigentümer versichern eher

Die Frage nach dem Vorhandensein einer Haushaltsversicherung wird von 82 Prozent mit Ja beantwortet.

13 Prozent verfügen über keine Haushaltsversicherung und etwa fünf Prozent – vor allem Jüngere – können keine Angaben machen.

Je höher das Einkommen ist, umso häufiger ist auch der Haushalt versichert. Auch Eigentümer schließen häufiger eine Versicherung ab als Mieter.

Wo in Österreich Haushaltsversicherungen stark abgeschlossen werden

Am häufigsten sichern sich Tiroler und Vorarlberger ab, wo 95 Prozent der Haushalte eine entsprechende Polizze besitzen.

Versicherungsmuffel sind Oberösterreicher und Salzburger. Hier sind nur 73 Prozent abgesichert.

„Die Haushaltsversicherung bietet vielfältige Möglichkeiten unterschiedliche Risiken beim Wohnen und im Haushalt abzusichern“, meint Rabe. „Auf diesen Versicherungsschutz sollte niemand leichtfertig verzichten, vor allem weil auch die Privathaftpflichtversicherung integriert ist – und diese ist unabhängig von der Wohnsituation essentiell wichtig.“

Wohninvestitionen in den nächsten drei Jahren

14 Prozent wollen in den nächsten drei Jahren eine größere Wohninvestition vornehmen.

Eigentümer sind mit 18 Prozent wesentlich stärker vertreten als Mieter, von denen 10 Prozent investieren wollen.

Bei der Frage nach der Art der Investition liegen Einrichtung und Ausstattung der Wohnung mit 55 Prozent und großem Abstand voran. Andere Parameter wie Sicherheit und Einbruchsschutz bringen es auf 26 Prozent, Fassade und Garten auf 24 Prozent, bauliche Veränderung sowie Wärmedämmung bringen es auf je 23 Prozent.

Eigentümer sind in allen Kategorien eher bereit, Geld in die Hand zu nehmen. Mit einer Ausnahme: Einrichtung und Ausstattung wollen 69 Prozent der Mieter verbessern, aber nur 48 Prozent der Eigentümer.

Smart Home: Verwendung von Sprachassistenten

14 Prozent verwenden in ihrem Haushalt bereits einen Sprachassistenten, wobei Männer mit 15 Prozent etwas häufiger auf die Internet-basierte Unterstützung zurückgreifen als Frauen mit 12 Prozent.

Von den 18- bis 30jährigen besitzen 21 Prozent einen Sprachassistenten, in der nächsten Altersgruppe der 31- bis 50jährigen sind es 22 Prozent und bei den über 50jährigen fünf Prozent.

In Wien wird der Assistent von 23 Prozent eingesetzt, und ist damit in diesem Bundesland am häufigsten anzutreffen. Alexa & Co werden von Eigentümern mit 14 Prozent und Mietern mit 13 Prozent gleichermaßen verwendet.

Nach all diesen Erkenntnissen zeigt sich: Man müsste (so dies noch nicht der Fall ist) unbedingt zu jenen vier von fünf Österreichern gehören, die auf eine Haushaltsversicherung setzen.


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