30.07.2018

So schützt man sich vor Hepatitis

(kunid) Hepatitis kann jeden treffen, auch in Österreich. Hepatitis-Viren sind äußerst stabil und hochansteckend. Eine Impfung kann jedoch vor einer Ansteckung schützen.

Hepatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die verschiedene Ursachen haben kann – etwa Alkohol, Drogen oder Gifte. Weit häufiger ist jedoch eine Leberentzündung aufgrund einer Virusinfektion wie Hepatitis A oder Hepatitis B.

Gegen Hepatitis C, die meist durch direkten Blutkontakt (z.B. Verletzungen, unsauberes Piercen und Tätowieren, Verwenden verunreinigter Nadeln) übertragen wird, kann man sich nur durch richtiges Verhalten schützen. Neue Therapien haben die Heilungsrate übrigens erheblich verbessert.

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tags (28. Juli) sollten auch wir darüber nachdenken, wie wir uns vor Hepatitis schützen können, so meint auch die UNIQA in einer aktuellen Aussendung.

Hepatitis kann jeden treffen

Die hochansteckende Virushepatitis wird von vielen Österreichern noch immer als reine Reiseerkrankung gesehen. Doch auch in Österreich kann man sich durch kontaminierte Lebensmittel oder mangelnde Hygiene mit Hepatitis A, sowie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder kontaminierte Gegenstände (z.B. Zahnbürste, Rasierklinge) mit Hepatitis B infizieren.

Hepatitis B gehört weltweit zu den häufigsten viralen Infektionserregern des Menschen. Weltweit leben mehr als 2 Milliarden Menschen mit bestehender oder abgelaufener Hepatitis B Infektion.

Geschätzte 240 Millionen Menschen sind chronisch infiziert und jährlich sterben 686.000 Menschen weltweit an den direkten Folgen einer Hepatitis B, damit ist Hepatitis B die neunthäufigste Todesursache weltweit.

Auch in Österreich wird die Zahl der chronischen HBV-Träger auf etwa 1,2 % geschätzt, das sind etwa 100.000 Personen.

Hepatitis-Viren sind äußerst stabil und hochansteckend

Hepatitis-Viren sind äußerst stabil, so überdauert z.B. das Hepatitis-A-Virus Extrembelastungen wie ph-Wert-Verschiebungen oder Temperaturschwankungen und ist im Grundwasser drei Mal stabiler als Polioviren.

Dies gilt auch für das Hepatitis-B-Virus, das auf Oberflächen bis zu einer Woche überdauern kann. Aufgrund seiner hohen Infektiosität vermag das Virus mit nur einem Tropfen infizierten Wassers jeden einzelnen Wassertropfen einer randvoll gefüllten Badewanne ansteckend zu machen Aber auch Sexualkontakte, Piercings, Tätowierungen sowie der Kontakt mit infiziertem Blut können zur Ansteckung führen.

Während die Übertragung von Hepatitis A fäkal-oral, also durch offenes Trinkwasser oder kontaminierte Lebensmittel erfolgt, wird Hepatitis B parenteral, also durch Körperflüssigkeiten – z.B. beim Geschlechtsverkehr, oder auch kontaminierte medizinische Geräte – übertragen.

Nur durch die prophylaktische Impfung schützt man sich zuverlässig. Zudem sollte man im Urlaub in warmen Regionen – auch im Mittelmeerraum – nur gekochtes und geschältes Obst und Gemüse verzehren. Vorsicht auch bei rohen Muscheln und Schalentieren.

Es kann auch uns treffen

Hepatitis kann grundsätzlich jeden treffen und ist weit mehr als eine Reisekrankheit. Durch die gute Hygienelage in Österreich zirkuliert das Hepatitis A-Virus bei uns nur in Ausbruchssituationen, vor allem bei Einschleppung nach Auslandsaufenthalten.

Allerdings ist es auch in Österreich in den letzten Jahren zu einer Zunahme von Hepatitis A-Fällen durch den Konsum von kontaminierten Lebensmitteln gekommen.

Darüber hinaus kam es seit Juni 2016 in mehreren Ländern der Europäischen Union zu vermehrter Hepatitis A-Aktivität im Vergleich zu den Vorjahren.

Dabei waren gehäuft Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), betroffen. Auch in Österreich ist im Jahr 2017 auf Grund dieses Ausbruchs die Zahl der gemeldeten Hepatitis A-Infektionen mit 232 Fällen deutlich angestiegen.

Impfung kann vor einer Ansteckung schützen

Eine Impfung kann helfen, vor Hepatitis zu schützen, dementsprechend werden sowohl die Impfung gegen Hepatitis A als auch gegen Hepatitis B von den Experten des österreichischen Impfgremiums im Österreichischen Impfplan 2018 empfohlen.

Wichtig ist daher: Wer geimpft ist, schützt damit nicht nur sich selbst, sondern verringert auch die Gefahr einer Übertragung auf andere.


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