16.01.2017

Die Hauptursachen für eine Behandlung im Spital

(kunid) 2015 gab es über 2,8 Millionen Krankenhausaufenthalte. Nach einer aktuellen Statistik lag die durchschnittliche Dauer, die Patienten vorletztes Jahr in einem Spital verbringen mussten, bei rund 6,5 Tagen. Sie ist damit seit einigen Jahren nahezu gleich. Die häufigsten Ursachen, die zu einem Klinikaufenthalt führten, waren Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Verletzungen.

Laut aktuellen Daten der Statistik Austria wurden 2015 über 2,81 Millionen Spitalaufenthalte gezählt. Das waren rund 0,7 Prozent weniger als im Jahr davor und 0,9 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Von den 2,81 Millionen Krankenhausaufenthalten entfielen vorletztes Jahr 2,66 Millionen Fälle auf 166 Akutkrankenhäuser und die restlichen rund 153.000 Fälle auf 112 sonstige Krankenanstalten wie Rehabilitationszentren, die es in Österreich gibt.

Hohe Zunahme von stundenweisen Spitalaufenthalten

Bei fast 607.000 Spitalaufenthalten erfolgte die Entlassung innerhalb eines Tages. Das waren in 2015 somit fast 2,8 Prozent mehr als in 2014. Im Vergleich zu 2010 hat die Anzahl der tagesklinischen Aufenthalte sogar um mehr als ein Viertel, nämlich um 26,6 Prozent zugenommen.

Nach Angaben der Statistik Austria war der Anteil an tagesklinischen Aufenthalten bei denjenigen besonders hoch, die sich wegen Augenerkrankungen (78,6 Prozent) und Krebserkrankungen (44,0 Prozent) in einem Spital behandeln lassen mussten.

Bei allen Patienten, die nicht am selben Tag der Aufnahme entlassen wurden, betrug die durchschnittliche Dauer des Spitalaufenthaltes in 2015 6,5 Tage. Dieser Wert hat sich damit in den letzten zehn Jahren geringfügig verringert, und zwar von 6,9 Tagen in 2005 auf 6,6 Tage in 2010 und 6,5 Tage ab 2011. 1989 lag der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt noch bei 11,0 Tagen.

Die 15 häufigsten Diagnosen

Zu den häufigsten Diagnosen, die zu einer Einweisung beziehungsweise Aufnahme in einer der 166 österreichischen Akutkrankenanstalten führten, gehörten mit über 416.000 Fällen Neubildungen wie bösartige Tumore. Das waren 15,6 Prozent aller 2,66 Millionen Spitalfälle. Die zweithäufigste Diagnose, warum Patienten einen Krankenhausaufenthalt benötigten, waren in 287.000 Fällen (10,8 Prozent) Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

An dritter Stelle der häufigsten Diagnosen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machten, sind mit fast 260.000 Fällen (9,8 Prozent) Verletzungen und Vergiftungen. Das heißt, fast jeder zehnte Krankenhauspatient wurde 2015 wegen einer Verletzung zum Beispiel infolge eines Unfalles ins Krankenhaus eingeliefert.

In über 253.000 Fällen (9,5 Prozent) führten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes und in 232.000 Fällen (8,7 Prozent) Krankheiten des Verdauungssystems zur Spitaleinlieferung. Platz sechs und sieben der Hauptursachen, die zu einem Krankenhausaufenthalt führten, waren in rund 198.000 Fällen (7,4 Prozent) Augenleiden sowie in etwa 160.000 Fällen (6,0 Prozent) Erkrankungen des Urogenitalsystems also Krankheiten von Niere, Blase oder sonstigen Genitalorganen.

Viele wegen psychischer Probleme in stationärer Behandlung

In über 150.000 Fällen (5,6 Prozent) führten Krankheiten des Atemsystems zu einer Behandlung im Krankenhaus. Fast jeder 20. Spitalaufenthalt, nämlich 4,6 Prozent beziehungsweise knapp 122.000 Fälle, erfolgte aufgrund psychischer Störungen und Verhaltensstörungen. Der zehnthäufigste Grund für einen Klinikaufenthalt waren mit über 121.000 Fällen (4,6 Prozent) eine Schwangerschaft oder Geburt.

Auf den Plätzen elf und zwölf der Hauptdiagnosen, die 2015 zu einer Spitalbehandlung führten, liegen Krankheiten des Nervensystems (fast 114.000 Fälle; 4,3 Prozent), sonstige Symptome und abnorme klinische Laborbefunde (knapp 105.000 Fälle; 3,9 Prozent).

Jeweils rund 2,1 Prozent wurden durch infektiöse und parasitäre Krankheiten (57.000 Fälle) sowie Endokrine-, Ernährungs-, Stoffwechselkrankheiten (fast 56.000 Fälle) wie Diabetes verursacht. Auf Platz 15 der häufigsten Diagnosen, die 2015 zu einem Spitalaufenthalt führten, liegen mit nicht ganz 35.000 Fällen (1,3 Prozent) Hauterkrankungen.

Sonderklasse-Behandlung

Patienten, die Wert auf eine möglichst komfortable Unterbringung und individuelle Betreuung legen, haben in vielen Krankenhäusern die Möglichkeit diverse Wahlleistungen in Anspruch zu nehmen. Je Spital hat man beispielsweise bei einem Krankenhausaufenthalt die freie Wahl, von welchem Arzt man behandelt werden möchte oder auch, ob man in einem Ein- oder Zweibettzimmer untergebracht wird.

Allerdings übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung derartige Wahlleistungen in der Regel nicht. Die Mehrkosten lassen sich jedoch mit einer privaten Kranken-Zusatzversicherung, die eine Unterbringung in einem Sonderklassezimmer mit Chefarztbehandlung beinhaltet, absichern.

Einige private Krankenversicherungs-Polizzen bieten kostenseitig auch die Option auf ambulante Operationen, die Möglichkeit von Eltern, beim eigenen kranken Kind in der Klinik zu bleiben, und/oder die freie Wahl des Spitals, also beispielsweise für die Unterbringung in einer Privatklinik.


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