27.10.2020

So hat sich unser Gesundheitsbewusstsein geändert

(kunid) Das Lebenswertgefühl der Österreicher ist in der Krisenzeit sogar gestiegen, so das überraschende Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag der Allianz. Weitere Ergebnisse: Die Stressbelastung hat in den vergangenen fünf Jahren abgenommen, drei von vier Österreichern fühlen sich weitgehend gesund, zwei Drittel haben aber zumindest manchmal psychische Probleme.

Unser Gesundheitsbewusstsein ist in den letzten Monaten gestiegen und eine neue Sensibilität für das Thema Gesundheit ist entstanden, so der Tenor des „Gesundheitsbarometers 2020“ der Allianz Elementar Versicherungs-AG.

Was nun hat sich im Detail durch Corona geändert?

Was durch die Pandemie anders geworden ist

Zumindest bei einem Teil der Bevölkerung dürften die Warnungen und Ratschläge angekommen sein: So achten nunmehr 63 % der Österreicher mehr als früher auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen. Dies trifft insbesondere auf Frauen und Menschen über 50 Jahre zu.

40 % der Befragten erklären, nun mehr Abstand zu anderen Menschen zu halten, 36 % achten mehr auf die Gesundheit der Menschen in ihrer Umgebung und 34 % beobachten jetzt ihre eigene Gesundheit intensiver.

Aus Angst vor einer möglichen Ansteckung versuchen 26 % Arztbesuche zu vermeiden; nur jeder Fünfzigste geht nun häufiger zum Arzt.

Trotz Corona: Das Leben ist lebenswert

Auf einer zehnteiligen Skala, bei der eins „überhaupt nicht“ und zehn „sehr“ lebenswert bedeutet, haben die Studienteilnehmer ihr allgemeines Lebenswertgefühlt im Durchschnitt mit 8,26 bewertet.

Höhere Werte gaben Personen, die mit niedrigem Stress konfrontiert sind, sowie über 50-Jährige an.

Nicht zuletzt durch die „teilweise entstandene Entschleunigung“ ist dieser Wert in erstaunliche Höhen gestiegen: 2014 lag der Lebenswertindex noch bei 7,84.

Was dem Leben Qualität gibt

Zur Frage, was das Leben besonders lebenswert macht, geben 37 % die Familie, 36 % Gesundheit und 28 % Geld bzw. finanzielle Sicherheit an.

Dahinter rangieren Freunde und soziale Kontakte, Karriere und Job sowie Partnerschaft.

Jüngere definieren ihren Lebenswert eher über Familie, Freunde und Karriere.

Für Ältere stehen Gesundheit, finanzielle Sicherheit und Lebensstandard im Vordergrund.

Jeder Vierte fühlt sich nicht gesund

Während 14 % der Befragten angeben, überhaupt keine gesundheitlichen Probleme zu haben und sich 58 % abgesehen von gelegentlichen kleinen Beschwerden gut fühlen, beschreiben 19 % ihren Gesundheitszustand mit „teils-teils“.

7 % sagen, dass sie „einige“ Gesundheitsprobleme haben, 2 % fühlen sich aufgrund ernster Probleme „nicht gut“. Menschen mit weniger privatem Stress und hohem Lebenswert fühlen sich allgemein gesünder, so die Studie.

Psychische Probleme belasten aber mehr als zwei Drittel der Österreicher zumindest fallweise: Keine psychischen oder mentalen Beschwerden haben nur 32 % der Befragten.

Unter Energielosigkeit leiden dabei 32 % der Befragten, von Schlaflosigkeit sind 28 % betroffen und von anhaltender Müdigkeit 19 %. Über Konzentrationsstörungen, Depressionen oder Angststörungen klagt allerdings jeweils „nur“ jeder Zehnte.

Stress und Burnout

Im Vergleich zu 2015 ist die Stressbelastung laut Studie deutlich zurückgegangen: Als stark oder sehr stark stressbelastet bezeichnen sich nun 14 %, vor fünf Jahren waren es noch 25 %. Und die Zahl der beruflich stark oder sehr stark Stressbelasteten ist von 39 auf 30 % gesunken.

Im privaten Bereich sind es vor allem der Freizeit-Stress (für 28 %), Gesundheitsprobleme von Familienmitgliedern und Freunden (für 26 %) und eigene Gesundheitsprobleme (für 23 %), die Stress verursachen.

Im beruflichen Leben dominieren Zeitdruck (für 25 %), Leistungsdruck (für 24 %) sowie die ständige Erreichbarkeit (für 18 %) als Stressverursacher. Männer klagen dabei häufiger über Überstunden, Frauen über ein schlechtes Betriebsklima.

Als sehr stark oder stark Burnout-gefährdet bezeichnen sich 11 % der Befragten. Dabei führt privater Stress häufiger zu einer Burnout-Gefahr als beruflicher Stress. Auffällig ist, dass die Burnout-Gefahr ab 50 Jahren deutlich abnimmt, nachdem sie unmittelbar davor am höchsten gewesen ist.

In diesem Sinne: Achten Sie auf sich, kommen Sie gut durch die Zeit, und sprechen Sie mit Ihrem Berater – in der Vorsorge kann er Sie bestmöglich beraten.


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