26.07.2017

Hohe Skepsis bezüglich der Pensionshöhe

(kunid) Knapp zwei von drei Bürgern gehen laut einer Befragung davon aus, dass die staatliche Pension nicht ausreichen wird, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Allerdings wissen nur wenige, wie hoch der persönliche „Einkommensausfall“ bei Pensionsantritt sein wird. Dies lässt sich jedoch ändern.

Für eine Studie des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich und eines Versicherers hat das Marktforschungsinstitut Market in diesem Jahr 1.000 Österreicher ab 16 Jahren zum Thema gesetzliche Pension befragt.

Ein Studienergebnis ist: Nur 33 Prozent aller Befragten vermuten, dass die staatliche Pension nicht ausreichen wird (oder ausreicht), um den Lebensstandard in der Pension zu sichern. Ganze 61 Prozent rechnen eher nicht oder gar nicht damit.

Nur wenige wissen, wie hoch ihre „Pensionslücke“ sein wird

Frauen sind diesbezüglich sogar noch skeptischer als Männer. Während bei den Männern 58 Prozent glauben, dass sie mit der staatlichen Pension alleine ihren Lebensstandard nicht oder eher nicht halten können, sind es bei den Frauen sogar 63 Prozent.

Auch die Jüngeren sind deutlich pessimistischer als die Älteren: Nur 13 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 17 Prozent der 30- bis 49-Jährigen gehen davon aus, dass die Pension aus der staatlichen Pension genügen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Doch selbst bei den Über-50-Jährigen sind mit 53 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten dieser Meinung.

Lediglich ein Drittel der Österreicher hat sich schon – zumindest einmal – die voraussichtliche Differenz zwischen aktuellem Gehalt und künftiger Pension, also die „Pensionslücke“ berechnen lassen. 60 Prozent haben sich über ihre persönliche Pensionslücke noch nicht informiert, doch zumindest jeder Vierte hat das noch vor.

Für eine individuell passende Vorsorge

Wer genau wissen möchte, wie hoch das Einkommen im Alter entsprechend der aktuellen Situation sein wird und inwieweit eine Pensionslücke besteht, kann dies umfassend von einem Versicherungsfachmann der privaten Versicherungswirtschaft berechnen lassen.

Neben den gesetzlichen Pensionsansprüchen spielen auch andere Faktoren wie die Inflation, aber auch weitere Einnahmen beispielsweise durch Kapitalerträge, Vermietungen oder auch durch private oder betriebliche Altersvorsorge eine Rolle, die zu berücksichtigen sind.

Um das Defizit zwischen dem eigentlich notwendigen Alterseinkommen und den zu erwartenden Altersbezügen auszugleichen, bietet die private Versicherungswirtschaft diverse Vorsorgeprodukte an, die zum Teil auch staatlich gefördert werden.


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